„Weise mir, Herr, deinen Weg“

Traditionelle Kinderwallfahrt des Kinderdorfs Irschenberg rund um Wilparting

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Irschenberg – Alle fünf Jahre findet am Kirchweihmontag in Irschenberg eine Wallfahrt für Kinder statt. Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums des Caritas Kinderdorfs machten sich in diesem Jahr rund 300 Wallfahrer auf ihren Weg durch die Hügellandschaft rund um Irschenberg.

Kurz nach 8 Uhr ging es los für die Kinder und Erzieher der Caritas Kindertagesstätte
Farbenfroh, die Schüler und Lehrer der Grundschule und des Förderzentrums sowie die
Kinder und Mitarbeiter aus dem Caritas Kinderdorf Irschenberg. Sie wandern in 24 Gruppen auf unterschiedlich lange Strecken zu vorbereiteten Stationen, wo gesungen,
gespielt und Geschichten vorgelesen wurden. Während der Wallfahrt, die unter dem Motto „Weise mir, Herr, deinen Weg“ stand beschäftigten sich die Teilnehmer mit Fragen, die sich für jeden immer wieder einmal im Leben stellen: Was ist mein Lebensweg? Was ist mein Ziel? Wer zeigt mir die Richtung?

Diakon Horst Blüm aus dem Pfarrverband Irschenberg und Ulli Hummel vom Förderzentrum haben dieses Thema für die Kinder gewählt. Der Diakon erklärt warum:
„Oftmals stellen wir fest, dass es nicht leicht ist, den Weg für uns zu finden, der genau zu
uns passt. Manchmal schließen wir uns daher anderen an. Wir sind mit ihnen gemeinsam unterwegs und erfahren Unterstützung oder werden abgehängt und laufen
ihnen hinterher. Manchmal haben die Anderen nicht den gleichen Weg. Sie gehen
womöglich Abwege, die ich nicht mitgehen möchte. Oder sie bleiben stehen, obwohl ich
weitergehen möchte.“

Während die älteren Kinder die längere Strecke zur Kapelle in Alb wählten, wo einst der
Heilige Anianus lebte, genossen die jüngeren die Kirchenrallye in der Wallfahrtskirche in
Wilparting, Spiele in Obholz und das gemeinsame Singen auf der Aussicht. Der Abschluss der Wallfahrt fand bei herrlichem Herbstwetter im Freien im Kinderdorf statt.
Dort wurde von den Teilnehmern aus bemalten Pflastersteinen ein Weg gelegt, eine
Abschlussandacht gefeiert und gemeinsam zu Mittag gegessen.

Dorfleiter Wolfgang Hodbod begrüßt die seelsorgerische Begleitung der Veranstaltung
durch den Diakon: „Wir sind eine katholische Einrichtung. Eine religionssensible
Erziehung der uns anvertrauten Kinder ist uns wichtig. Außerdem fördert die gemeinsame Wallfahrt das Miteinander aller Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde.
Die kindgerechte Art und Weise mit der Diakon Blüm den Glauben und kirchliche
Traditionen vermittelt, schätzen wir sehr.“

Im Anschluss fanden sich die Angehörige der Kinder und Besucher zum traditionellen
Kirchweihfest im Kinderdorf mit Kletterbaum und Kirtahutschn ein.

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