Derby auf hohem Niveau

Aibdogs müssen sich gegen Klostersee mit 1:5 geschlagen geben

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Bad Aibling – Die gute Nachricht zuerst: Gegen den haushohen Favoriten aus Klostersee fiel die erwartete Niederlage der Aibdogs deutlich geringer aus, als befürchtet. Doch null Punkte sind null Punkte: Nach 60 intensiven Minuten und einem hochklassigen Landesligaspiel mussten sich die Mannschaft des EHC Bad Aibling am Sonntagabend den Gästen mit 1:5 geschlagen geben.

Um ehrlich zu sein: Ebenbürtig waren die Aibdogs an diesem Abend gerade zwei Mal. Dann nämlich als kurzzeitig die Fäuste flogen und die Spieler beider Mannschaft aufeinander losgingen (Foto r.). Doch ebenso schnell wie die Streitereien aufkamen beruhigten sie sich wieder – am Ende hatten sich alle wieder lieb. Es war eben ein typisches Derby, was da in der Aiblinger Eishalle abging. Unbedarfte Zuschauer merkten spätestens an der starken Polizeipräsenz vor und in der Halle, dass dies kein normales Ligaspiel war. 500 Zuschauer, davon die Mehrheit aus Grafing, sorgten für angemessene Stimmung, die Mannschaft auf dem Eis taten das Übrige dazu.

Die Aibdogs wehrten sich tapfer gegen den übermächtigen Gegner, der mit mehreren Oberligaspielern angetreten war. Trotzdem brauchte Klostersee bis zur siebten  Minute, bis der Puck zum ersten Mal ins Aiblinger Tor flog. Das zweite Mal rappelte es dann später in der Kiste – erst nach über 25 Minuten die Gäste durch Philipp Quinlan das 2:0. Schuld daran hatte nicht die Schussschwäche des EHC Klostersee, sondern Aiblings Torwart Martin Kohnle, der laut Gäste-Cotrainer Jimmy Quinlan eine Tolle Partie gespielt hatte.

„Es ist natürlich immer schwer gegen eine Mannschaft, die sich vor allem hinten reinstellt“, sagte er. Aiblings Coach Markus Berwanger (l.) entschuldigte diese Taktik auf der anschließenden Pressekonferenz so: „Tut mir leid, dass wir nicht mit euch mitgespielt haben, aber sonst wäre es deutlicher ausgefallen.“ Was er damit meinte, zeigte sich beim Spielstand von 3:0: Als Aiblings Johannes Seidl im dritten Spielabschnitt im Überzahlspiel das 1:3 einnetzte, gaben die Aibdogs ihre Vorsicht auf und versuchten das Tor der Klosterseer zu berennen. Die Quittung: Die Gäste nutzten die neue Freiheit in Aiblings Abwehr geschickt aus und erhöhten auf 4:1 und auf 5:1.

Am Ende waren sich beide Trainer einig – Klostersee war der verdiente Sieger. Und Markus Berwanger sagte, was er auch schon vorher wusste: „Die Punkte müssen wir gegen andere Mannschaften holen.“

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