Gib Einbrechern keine Chance!

Am Sonntag ist Tag des Einbruchschutzes - bei Verdacht gleich die 110 wählen

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Südliches Oberbayern – Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre nimmt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd den Tag des Einbruchschutzes am 29. Oktober zum Anlass, um zum Thema Wohnungseinbruch zu sensibilisieren. Näheres zum bundesweiten „Tag des Einbruchschutzes – Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ finden Sie auch unter www.k-einbruch.de.

Mit der bevorstehenden „dunklen“ Jahreszeit beginnt erfahrungsgemäß die Hochsaison von Wohnungseinbrechern. Durch intensive präventive und repressive Bekämpfungsmaßnahmen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd konnte die Zahl der Einbrüche im südlichen Oberbayern von einem Höchstwert von 608 Einbrüchen im Jahr 2014 über 586 im Jahr 2015 auf zuletzt 502 im Jahr 2016 gesenkt werden. Vergleicht man die vorläufigen Zahlen für das laufende Jahr mit dem Vergleichszeitraum von 2016, indizieren diese, dass unser Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität weiter Erfolg zeigt.

Obgleich es mit den bisherigen Anstrengungen gelungen ist, die Anzahl der Delikte in den beiden vergangenen Jahren zu senken, wird das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Einbruchskriminalität u.a. durch Aufklärung der Bürger, verstärkte Kontrollen und professionelle Ermittlungen fortführen. Neben der objektiven Sicherheit kommt dabei der Aufrechterhaltung eines positiven Sicherheitsgefühls in der Region zunehmend Bedeutung zu. Wie schon in den Jahren zuvor sind auch 2017/18 vielfältige Maßnahmen vorgesehen. So werden z. B. durch die kriminalpolizeilichen Fachberater bei Messen und im Rahmen von Infoveranstaltungen sicherheitstechnische Beratungen und Aufklärung zum Thema Wohnungseinbruch neutral und kostenlos durchgeführt. Eine Beratung am eigenen Wohnanwesen ist nach terminlicher Vereinbarung ebenso möglich.

Um die Bevölkerung für die Thematik zu sensibilisieren, ein Risikobewusstsein zu schaffen und der „Wegschau-Mentalität“ zu begegnen, gibt es verschiedene Informationsbroschüren, wie „Ungebetene Gäste“ oder „Ganze Sicherheit für unser Viertel“, die kostenlos bei jeder Polizeidienststelle bezogen werden können. Auch die preisgekrönte Kurzfilmreihe „Die Elster. Ein Profi-Einbrecher packt aus“ informiert über Möglichkeiten der Einbruchsprävention:

 

Wie kann ich selbst verhindern, Opfer eines Einbruchs zu werden?

Die dunkle Jahreszeit kommt den Einbrechern sehr entgegen. Zum einen werden sie im Schutz der Dunkelheit weniger gesehen, zum anderen können Straftäter auch schnell erkennen, in welchen Anwesen jemand zuhause ist und in welchen nicht. Brennt nämlich in den frühen Abendstunden trotz Dämmerung oder Dunkelheit kein Licht im Haus, so kann ein Täter davon ausgehen, bei einem Einbruch niemanden anzutreffen. Energiesparlampen oder Zeitschaltuhren sind deshalb ein kostengünstiger und effektiver Einbruchsschutz.

Gekippte Fenster sind „offene Fenster“ und machen es nicht nur jedem Einbrecher leicht, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Viele Versicherungen schließen bei solch fahrlässigem Verhalten seitens des Versicherungsnehmers auch spätere Zahlungen aus.

 

Aktion: Wachsamer Nachbar und Notrufoffensive 110

Robert Kopp, Polizeipräsident des Präsidiums Oberbayern Süd:  „Auch bei einer präsidialweiten Schwerpunktsetzung sind wir bei der Bekämpfung der Einbruchskriminalität auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Durch unsere „Notrufoffensive 110“ lassen sich bereits sichtbare Erfolge verzeichnen. Insgesamt gingen im Jahr 2016 über 15.000 Mitteilungen aufmerksamer Bürger zu verdächtigen Wahrnehmungen bei der Polizei ein. Hierdurch konnten durch Einsatzkräfte der Polizei insgesamt 297 Straftäter wegen verschiedenster Straftaten noch am Tatort oder im Rahmen der Fahndung festgenommen bzw. ermittelt werden. Mein Appell: Haben Sie keine Scheu und wählen Sie bei jeder verdächtigen Wahrnehmung sofort die Notrufnummer 110.“

In der Tat könnten noch mehr Einbrüche verhindert und Straftäter festgenommen werden, wenn die Polizei umgehend von verdächtigen Wahrnehmungen erfahren würde, wie z. B. „Taschenlampen im Garten“, „fremde, sich auffällig verhaltende, Personen auf der Straße“, „Licht beim Nachbarn geht an, obwohl niemand zuhause ist“, „verdächtige Geräusche in der Nachbarschaft“ u.v.m..

Leider musste in der Vergangenheit immer wieder festgestellt werden, dass Zeugen, bevor sie die Polizei informierten, erst einen Bekannten oder Verwandten anriefen. Grund hierfür ist oftmals die Befürchtung, dass die Mitteilung der verdächtigen Wahrnehmung im Nachhinein harmlos und erklärbar ist oder man sich wegen einer Falschmeldung Ärger und sogar die Auferlegung der Kosten des Polizeieinsatzes einhandeln könnte. Hierdurch verstreicht wichtige Zeit, da ein Einbruch oft nur wenige Minuten dauert. Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass eine verdächtige Wahrnehmung erklärbar ist, muss niemand mit der Auferlegung von Kosten für den Einsatz rechnen. „Hier gilt der Grundsatz: Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig den Notruf wählen“, so Polizeipräsident Kopp.

 

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