„Kultureller Erntedank“

Maxlrainer Kultursommer 2017 mit Volksmusikabend in Kematen beendet

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Bad Feilnbach/Kematen – Der Kulturförderverein veranstaltete einen Volksmusikabend unter dem Motto: „G’heirat muaß sei“  im vollbesetzten Festsaal des Gasthauses Weingast in Kematen in der Gemeinde Bad Feilnbach. Mit dieser 14. Veranstaltung endete gleichzeitig auch der heuer erneut sehr erfolgreiche Maxlrainer Kultursommer.

Auf diesen Erfolg wies der 1. Vorsitzende des Vereins, MdL a.D. Sepp Ranner (l.), nicht ohne Stolz hin, als er Moderator Bert Lindauer, die vier Musik- und Gesangsgruppen und die zahlreichen Besucher, darunter viele Ehrengäste, begrüßte. Er bezeichnete den Abschluss als weiteren Höhepunkt des Veranstaltungsjahres und sprach von einem kulturellen Erntedank, was die Heimatkultur und -pflege betreffe. Weiter zitierte er den bekannten Fernsehmoderator und Kolumnisten Peter Hahne: „In Zeiten der Globalisierung gehört echtes Gemeinschaftsgefühl, Heimat und Identität zum Motor gegen Resignation.“ Kultur sei das Bindemittel unserer Gesellschaft und bewirke Glück und Lebenskraft in einem kulturgeprägten Bayern, was für Ranner im Besonderen auch für das Mangfalltal gelte. Er dankte den Musikern und Sängern und besonders Bert Lindauer für Gestaltung, Durchführung und Moderation des Abends.

Letzterer führte durch das Programm und erzählte zu und zwischen den Liedern und Stücken vorwiegend  Heiteres über Freud und Leid der menschlichen Zweisamkeit. Lindauer (r.) stellte dabei auch die Musikanten und Sänger vor, die Beiträge aus dem reichen Schatz altbairisch-alpenländischer Lieder und Stücke darboten: die Hohenaschauer Bläser, die Hirschberg Zithermusi aus Wasserburg, der Hamberger Viergsang aus Riedering und der Haushamer Bergwachtgsang. Die Interpreten boten ein wahrlich vielseitiges Programm, das belustigte aber auch nachdenklich stimmte, jedoch immer von hoher musikalischer Qualität war. Besondere „Zuckerl“ verteilte Bert Lindauer gewohnt gekonnt in seinen acht Sprachbeiträgen – teilweise in Versform, bei der er die herrliche oberbayerische Landschaft,  die in ihr lebenden Menschen und deren traditionsreiche Kultur anschaulich darstellte.

Besondere Lacher erntete er für Beiträge, wie Landstriche, in denen die Kühe schöner seien als die Madln oder vom Ehemann, der nach erfolglosem Hoffen auf Nachwuchs eine Wallfahrt nach Lourdes unternahm, dort eine Kerze entzündete und nach dem fünften Kind nochmals nach Frankreich reiste, um die Kerze wieder zu auszulöschen. Weitere G’schichtn und Verserl handelten vom heute nicht mehr üblichen Fensterln, vom Jägerleben und von im Himmel geschlossenen Ehen, bei denen viele hernach aus allen Wolken fielen.

Durch lang anhaltenden Beifall verdienten sich die begeisterten Besucher mehrere Zugaben, so dass Interpreten wie auch Zuhörer sicherlich auf ihre Kosten kamen und wie Ranner treffend sagte „noch lange von diesem wunderschönen Abend zehren dürften.“                                                                                              Lutz Ellermeyer

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