Schlange stehen fürs Schwimmen

Kein Schwimmbad in der Stadt - Aiblinger Wasserwacht muss schon seit vielen Jahren mit Kompromiss leben

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Bad Aibling – Seit 2013 gibt es in Bad Aibling kein öffentlich betriebenes Schwimmbad mehr, was zu einer äußerst schwierigen Situation sowohl für Vereine als auch Schulen führte und führt – sind sie doch seither gezwungen, Alternativen zu finden. Die Wasserwacht Bad Aibling weicht seit fast vier Jahren auf das Hallenbad der Stadt Rosenheim aus, um dort ihr wöchentliches Schwimmtraining und Schwimmkurse anzubieten und durchzuführen. 

Obwohl insbesondere Eltern lange Anfahrtswege und –zeiten nach Rosenheim in Kauf nehmen, können nicht alle Interessenten für Schwimmkurse und Schwimmtraining berücksichtigt werden. Das liegt vor allem daran, dass der Wasserwacht Bad Aibling im Rosenheimer Hallenbad nur zwei Bahnen zur Verfügung gestellt werden. Professioneller Unterricht und Schwimmtraining benötigen allerding Platz. Um einen erfolgreichen und gefahrlosen Unterricht und ein ebensolches Schwimmtraining zu gewährleisten, kann jedoch nur eine begrenzte Anzahl an Schwimmern gleichzeitig im Wasser sein. Gerade, wenn es um den für den Ernstfall wichtigen Punkt „Ausdauertraining“ geht. Platzmangel und Sicherheitsaspekte haben zur Folge, dass interessierte Kinder und Jugendliche zum Teil recht lange auf Wartelisten stehen, bis sie endlich berücksichtigt werden und am Schwimmen teilnehmen können.

Die Nachfrage nach Kinderschwimmkursen ist unterdessen recht groß. Gleichzeitig mehren sich die Anfragen nach Rettungsschwimmkursen, die aufgrund der derzeitigen Situation allerdings höchstens ein Mal pro Kalenderjahr durch die Wasserwacht Bad Aibling durchgeführt werden können.

Nach wie vor gibt es viele, gerade jugendliche Interessenten, die sich bei der Wasserwacht Bad Aibling in der Wasserrettung engagieren möchten. Seit vielen Jahren gibt es in Bad Aibling die sog. Jugend-SEG (Schnelleinsatzgruppe für Jugendliche), die durch Schulungen, aber vor allem durch Training und Übung im Wasser auf ihre vielfältigen Tätigkeiten in der Wasserrettung vorbereitet werden.  Fehlt es an den Möglichkeiten im Wasser Techniken, Ausdauer und Teamwork zu trainieren, fehlt es möglicherweise bald an Interessenten und/ oder Einsatzkräften, die im Ernstfall Menschenleben retten.

Die Wasserrettung braucht nicht nur Interessenten, sondern auch die Möglichkeiten, auszubilden. Wasser und genügend Platz wäre ein Anfang, damit niemand für das professionell angeleitete Schwimmen Schlange stehen muss.

 

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