Nichts ging mehr!

Umgestürzter Lkw auf der A 995 sorgt für massive Verkehrsbehinderungen im Münchner Süden - Autobahn noch immer gesperrt

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Taufkirchen/Oberhaching – Am heutigen Montag gegen 7.00 Uhr legte sich ein Lkw auf der A995 quer und blockierte die gesamte Fahrbahn in Richtung München (wir berichteten). Das hatte massive Behinderungen im Berufsverkehr zur Folge – der Verkehr staute sich kilometerweit auch auf den anderen Autobahnen rund um das Dreieck München-Süd zurück. Die Polizei meldet zum Unfallhergang nun Folgendes:

Ein 51jähriger kroatischer Staatsangehöriger befuhr mit seiner Zugmaschine mit Auflieger die Autobahn A 995 in Richtung München. Zwischen den Anschlussstellen Oberhaching und Taufkirchen West geriet der Fahrer mit seinem Gespann, vermutlich aus Unachtsamkeit, zunächst mit den rechten Reifen in das Fahrbahnbankett und touchierte die Leitplanke.

Anschließend verlor der Kroate die Kontrolle über sein Fahrzeug, zog über die gesamte Fahrbahnbreite nach links, durchbrach die Mittelleitplanke und kam schließlich auf dem die Richtungsfahrbahnen trennenden Mittelgrünstreifen zum Stehen. Der vollbeladene Auflieger kippte hierbei und blieb quer zur Fahrbahn über beide Fahrstreifen auf der Seite liegen. Die Richtungsfahrbahn München musste komplett gesperrt werden, der Verkehr wurde aus- bzw. weiträumig umgeleitet.

Der Fahrer blieb unverletzt. Am Lkw entstand erheblicher Sachschaden. Weitere Verkehrsteilnehmer kamen nicht zu Schaden. Der vorbildlichen Ladungssicherung dürfte es zu verdanken sein, dass die rund 21 Tonnen geladenen Holzlatten trotz des heftigen Unfalls nicht aus dem Auflieger und auf die Fahrbahn bzw. Gegenfahrbahn geschleudert wurden. Wegen ausgelaufenen Betriebsstoffen muss nach erster Einschätzung eines hinzugezogenen Sachverständigen des Wasserwirtschaftsamts das Erdreich im Bereich der Unfallstelle abgetragen werden.

Zur ersten Sicherung der Unfallstelle und des umgekippten Lkw waren die Feuerwehren Taufkirchen und Brunnthal mit 25 bzw. 20 Mann im Einsatz. Die Autobahnmeisterei Hohenbrunn veranlasste weiträumige Umleitungen. Das Technische Hilfswerk leitet aktuell die Bergungsarbeiten, insbesondere die Entladung des havarierten Aufliegers, bevor eine Fachfirma mit der Bergung des Fahrzeugs beginnen kann.

Mit einer vollständigen Freigabe der Richtungsfahrbahn München ist erst in den Nachmittagsstunden zu rechnen.

Im morgendlichen Berufsverkehr kam es aufgrund der Vollsperrung zu erheblichen Verkehrsbehinderungen nicht nur auf der A 995, sondern aufgrund der Aus- und Umleitungen auch auf der A 8 Richtung München ab dem Kreuz München-Süd sowie auf der A 99 (Ostumfahrung München).

Die Ermittlungen zum Unfallhergang hat die Autobahnpolizeistation Holzkirchen übernommen.

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