Bad Aibling: Diskussion mit Daniela Ludwig

Nach der Bundestagswahl - Wie geht es weiter mit der CSU?

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Bad Aibling – Rund vier Wochen liegt die Bundestagswahl zurück. Zwar konnten sich die Christsozialen in Bad Aibling bei einem Erststimmenergebnis von 46,28 Prozent und einem Ergebnis von 39,53 Prozent bei den Zweitstimmen klar als stärkste politische Kraft der Kurstadt behaupten, das Fazit der örtlichen Funktionsträger fiel ob der herben Verluste jedoch mehr als ernüchternd aus.

Foto: Die wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (Mitte) zusammen mit Stephan Schlier, Dr. Thomas Geppert, Markus Stigloher und Bürgermeister Felix Schwaller (v.l.)

Die Ursachen ehrlich zu analysieren, aufzubereiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen lauteten daher die Zielvorgaben einer parteiinternen Diskussionsveranstaltung der CSU-Ortsverbände Bad Aibling und Willing, zu der die beiden Ortvorsitzenden Dr. Thomas Geppert und Markus Stigloher ihre Mitglieder ins Johannisbad einluden. Als Rednerin und Gesprächspartnerin zum Thema „Wie geht es weiter mit der CSU?“ konnte die wiedergewählte CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig gewonnen werden, die als Mitglied des Parteivorstandes, Wortführerin in der CSU-Landesgruppe und stellvertretende Kreisvorsitzende die Partei in all ihren Facetten kennt.

„Am Ergebnis der Union insgesamt wie dem der CSU in Bayern gibt es nichts schönzureden,“ bekannte eingangs Dr. Geppert. Umso wichtiger sei eine ordentliche Analyse gerade auch im Hinblick auf die Wählerwanderungen. Diese zeigt, dass die größten Verluste seitens der CSU an die FDP noch vor der AfD zu verzeichnen sind. Den Grund hierfür sieht Bad Aiblings Ortsvorsitzender in berechtigten Sorgen und Ängsten der Bürger, die trotz der guten wirtschaftlichen Lage bestünden. Diese Sorgen und Ängste seien im Wahlkampf zu kurz gekommen. Die Asylpolitik der Bundeskanzlerin sei mit Sicherheit ein entscheidender Faktor gewesen. Als allein ausschlaggebend sieht er dieses bestimmende Thema dennoch nicht an. Auch Mittelständler und breite Teile der Mittelschicht fühlten sich nicht ernst genommen und suchten bei der Wahl ein Ventil, das sie in Form der FDP und AfD fanden, so das Resümee vieler seiner Gespräche. Dr. Geppert dazu weiter: „AfD-Wähler sind jedoch nicht automatisch AfD-Anhänger. Viele haben aus reinem Protest gewählt!“

Als unglaubwürdig bezeichnete Ludwig die Reaktion Angela Merkels, die nach einer historischen Niederlage all ihre strategischen Ziele als erfüllt erklärte. An der Ergründung der Ursachen des momentanen Vertrauensverlustes liegt ihr daher besonders viel: Umfragen nach der Wahl belegten, dass 55 Prozent der Befragten nach wie vor unzufrieden mit der bestehenden Flüchtlingspolitik seien und sieben von zehn Bürgern ein Auseinanderdriften der Gesellschaft befürchteten. Für schädlich hält die CSU-Bundestagsabgeordnete eine Personaldebatte innerhalb ihrer Partei zum jetzigen Zeitpunkt. „Für uns gilt es jetzt bei den Koalitionsverhandlungen das Beste für unser Land herauszuholen und den Bayernplan so weit wie irgend möglich umzusetzen!“

Bei vielen Themen sieht Ludwig zudem ein Kommunikationsproblem. Die großen Erfolge der unionsgeführten Regierung konnten nicht ausreichend vermittelt werden. Aus erster Hand berichtet die Abgeordnete über den Zeitplan einer möglichen Jamaika-Koalition. So sollen Sondierungen erst einmal mit einem Papier beendet werden, über das die Grünen auf einem Parteitag abstimmen wollen, erst danach begännen die eigentlichen Verhandlungen. Ein Koalitionsvertrag soll schließlich bis Weihnachten ausgehandelt sein, über welchen die Union Mitte Dezember auf ihren Parteitagen entscheiden wolle, während FDP und Grüne voraussichtlich ihre Mitglieder befragten.

Die anschließende Diskussion kam an der CSU-Basis gut an, wurde doch Klartext gesprochen. Von der Landwirtschaft, über die Rente, die sogenannte „Ehe für alle“, Steuern und Energiepolitik bis hin zu den hochgehaltenen christlichen Werten reichte die Themenpalette. Mit verstärkt faktenbasierten Informationsveranstaltungen im Zeitalter der Fake-News will die CSU in Bad Aibling ihre Mitglieder und Bürger noch mehr informieren und einbinden.

Im Hinblick auf die Landtagswahl 2018 ist Stigloher, der zugleich die hervorragende Zusammenarbeit der Bad Aiblinger mit der Willinger CSU hervorhob, überzeugt, dass die CSU verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen und ihre alte Glaubwürdigkeit wiederherstellen kann. Sein Credo: „Wir müssen uns wieder an der Zielmarke 50 Prozent plus X orientieren!“ Dr. Geppert dazu abschließend: „Wenn wir es schaffen, die richtigen Antworten auf die großen Fragen zu geben und gleichzeitig die Sorgen der kleinen Leute ernst zu nehmen, dann wird die Landtagswahl definitiv anders ausgehen als die Bundestagswahl!“

 

 

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2 Gedanken zu „Bad Aibling: Diskussion mit Daniela Ludwig

  1. Die Ehe für alle bringt eine gewisse Diskriminierungsgefahr von Kleinkindern: Das eigentlichen Problem ist die Homo-Adoption von Kleinkindern: Sicher wird das volle Adoptionsrecht hinzukommen. Aber das eigentliche Kindeswohl steht nur bedingt im Mittelpunkt der gleichgeschlechtlichen Adoptionswünsche und ist auch durch sicher in vielen Fällen gegebene, beachtliche Liebeszuwendung nicht zu garantieren. Denn eigentümlicherweise wird durch diejenigen, welche Freiheit in jeder Beziehung fordern, eine Beschneidung der Freiheit der Kinder billigend in Kauf genommen.
    Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation bzw. Diskriminierung, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt (Fehlende Aktivierung von wichtigen Spiegelneuronen).
    Die Frage nach dem Wohl des Kindes wird hier bei der versuchten Verwirklichung abstrakter Gleichheitsideen oder dem Versuch der Beseitigung eines auszuhaltenden, vielleicht unangenehmen Defizits, in der Regel gar nicht erst gestellt.
    [Einzelheiten über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4 nachzulesen]

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    1. Auch wenn man versucht, Schwachsinn wissenschaftlich klingen zu lassen, bleibt es trotzdem Schwachsinn. Mehr ist zu Ihrem Kommentar und auch zu dem Buch nicht zu sagen.
      Im Übrigen weiß ich wirklich nicht, was diese Debatten noch sollen. Das Gesetz ist durch und in Kraft, viele gleichgeschlechtliche Paare haben bereits geheiratet. Da es in Deutschland eine Rechtssicherheit gibt, wird auch niemand wieder Zwangsgeschieden, so sehr sich das auch einige wünschen würden.

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