Judo-Projekt an der Berufsschule Bad Aibling

Junge Flüchtlinge versuchen sich auf der Matte - Judoka des TuS Bads Aibling leiteten das Training

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Bad Aibling – Viel Engagement und eine echte sportliche Herausforderung: Junge Asylbewerber trainierten an der Berufsschule miteinander. Gleichzeitig lebten die Schüler die Werte der Sportart Judo und kämpften miteinander. Neben den Werten der Sportart legten die Coaches großen Wert auf die richtige Fallschule und auf die saubere Ausführung der Kampftechniken. Die jungen Schüler zeigten dabei großes Interesse.

Im Rahmen des Sportunterrichts für Asylbewerber an der Berufsschule Bad Aibling fand in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres ein Judo–Projekt statt. Anamaria Budiu und Jan Menzel, die Senseis vom TuS Bad Aibling leiteten gemeinsam mit den Sportlehrern Matthias Rosmann und Thalia Glowczewski das Training an der Berufsschule Bad Aibling.

Aus sportlicher Sicht lernten die Teilnehmer das richtige Fallen (Ukemi-waza), einfache Wurftechniken (Nage-waza), Bodentechniken (Ne-waza) und Techniken zum Befreien. Beim Aufwärmen, Erlernen und Anwenden dieser Techniken wurde viel gelacht, ernsthaft trainiert und die Schülerinnen und Schüler konnten überschüssige Energie abbauen.

Das Judo-Projekt vermittelte aber nicht nur Techniken zum miteinander Kämpfen. Einen großen Schwerpunkt legten die Coaches auch auf das Einhalten bestimmter Regeln im Training und auf bestimmte Wertvorstellungen, die mit dieser Sportart verbunden sind.

So sah man gegenseitige Hilfsbereitschaft beim gemeinsamen Lernen der Techniken. Respekt und Höflichkeit zeigte die ehrliche Verneigung der Trainingspartner vor jeder Aktion. Per Handschlag und Verneigung nach dem Kampf erkannten die Schüler eine Leistung an, während die Sieger in ihrem Erfolgserlebnis bescheiden blieben.

Am Ende des Judo-Projekts fand ein großes Abschluss-Randori statt. Jeder der Teilnehmer konnte in seiner Gewichtsklasse seine Kräfte messen und das Erlernte anwenden. Im Anschluss bescheinigte der Judo-Abteilungsleiter Denis Weisser die erfolgreiche Teilnahme. Für die Organisatoren war es schön zu sehen, dass sich einige der Asylbewerber mit stolzgeschwellter Brust sogar über die Trainingszeiten der Judoabteilung informierten. Text: Matthias Rosmann

Fotos: Denis Weisser

 

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