Kreisausschuss auf Tour

Besichtigung von Baumaßnahmen an Schulen im gesamten Landkreis

image_pdfimage_print

Landkreis – Nicht im Sitzungsaal, sondern im Bus waren am Dienstag der Kreisausschuss und der Ausschuss für Schulen und Sport des Landkreises Rosenheim unterwegs. Auf der Tagesordnung stand die Besichtigung aktueller und anstehender Baumaßnahmen. Erster Halt war die Landwirtschaftsschule in der Prinzregentenstraße in Rosenheim (Foto). „Die Generalsanierung des Gebäudes aus den 50er Jahren liegt voll im Zeit- und Kostenplan“, sagte Gerhard Kippes, Leiter der Abteilung Hoch und Tiefbau im Rosenheimer Landratsamt.

Nach dem Wasserschaden Anfang November 2016 wurde der Gebäudeteil inzwischen komplett entkernt und befindet sich derzeit im Rohbauzustand. Heizung, Lüftung, Sanität und Elektro werden von Grund auf erneuert. Zudem wird der Brandschutz ertüchtigt und das Gebäude barrierefrei erschlossen. Wie Kippes sagte, werde man pünktlich bis Juni fertig und auch die Kosten von insgesamt drei Millionen Euro werden nicht überschritten.

Zweiter Halt der Besichtigungsfahrt des Kreisausschusses war das Ludwig-Thoma-Gymnasium in Prien (Foto). Die Sanierung der Bauteile zwei und drei laufen seit 2015. Bauteil zwei ist kurz vor der Fertigstellung, Bauteil drei soll bis Juni fertig sein. Im Sommer soll mit dem Abbruch des ältesten Gebäudeteils begonnen werden. Haus 1 wird durch einen Neubau ersetzt. Aufgrund der schweren baulichen und funktionalen Mängel war eine Sanierung hier nicht sinnvoll. Die Kosten dafür liegen bei 5,3 Millionen Euro.

Dritter Halt auf der Tour der Kreisausschussmitglieder war das Staatliche Berufliche Schulzentrum Wasserburg (Foto). Rund 30 Millionen Euro will der Landkreis hier in den kommenden vier Jahren investieren. „Wir wollen den Standort stärken, damit er eine Zukunft hat. Die Schüler kommen aus ganz Bayern nach Wasserburg“, sagte Landrat Wolfgang Berthaler. Bereits im Sommer soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Zunächst wird der östliche Bauteil abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Gebäude wird bis zur Straße unterkellert. Darum müssen hier einige Bäume gefällt werden. Ab 2020 folgt der westliche Teil. Auch er wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Hier soll unteranderem die neue Mensa untergebracht werden. Im Anschluss daran wird der mittlere Gebäudeteil saniert. Bis zum Schuljahr 2022/23 soll alles fertig sein. Derzeit besuchen über 2.200 Schüler die Berufsschule in Wasserburg.

Im Anschluss ging es von Wasserburg zurück nach Rosenheim und zur Beruflichen Oberschule (Foto). Die Schule leidet seit Jahren unter akutem Platzmangel. Derzeit besuchen knapp 1.200 Schülerinnen und Schüler die Schule. Es gibt 50 Klassen, von denen 42 immer anwesend sind. „Es gibt aber nur 26 Klassenzimmer, weitere 10 in Hilfsgebäuden und Containern“, erklärte Schulleiter Dr. Marko Hunger die Raumsituation vor Ort. Das Lehrerzimmer ist für die 100 Lehrkräfte deutlich zu klein und auch in puncto Parkplätze reiche der Platz nicht aus, so dass bereits Parkplätze bei der FOS angemietet werden mussten. Landrat Wolfgang Berthaler zeigte beim anschließenden Rundgang Verständnis für den Wunsch nach einer Erweiterung. „Ich sehe hier Potenzial. Das ist die letzte Schule, die noch zur Erneuerung ansteht, dann haben wir´s“, so Berthaler. Um eine Erweiterung umsetzen zu können, muss der Landkreis mit der Stadt ins Gespräch kommen. Die BOS wurde in den 70er Jahren gebaut und gehört zu einem Drittel der Stadt und zu zwei Dritteln dem Landkreis Rosenheim.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.