Werbemanufaktur Birmoser auf dem Erfolgsweg

Aiblinger Unternehmen platzt aus allen Nähten - Neubau in Tuntenhausen

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Bad Aibling – Als Christian Birmoser (im Foto l.)  vor rund sieben Jahren den Sprung ins kalte Wasser wagte und gemeinsam mit seiner Tochter und einem Meister in Mietraching sein eigenes Unternehmen startete, dachte er wahrscheinlich noch nicht mal im Traum daran, dass sein Betrieb über die Jahre so kontinuierlich wachsen würde. Jetzt hat Birmoser fast ein Luxusproblem: Das momentane Domizil in Willing ist, was das Platzangebot angeht, am Limit. Ein erneuter Umzug steht an. Die Werbemanufaktur Birmoser wird in Tuntenhausen ein neues Gebäude bauen. Einblick in ein echtes Erfolgsunternehmen aus Bad Aibling.

Warum er das damals machte, kann Christian Birmoser heute nur schwer erklären. Er, der fast 30 Jahre lang erfolgreich im Vertrieb und zuletzt zehn Jahre als Geschäftsführer bei der Eder-Gruppe gearbeitet hatte, hängte seinen sicheren Job an den Nagel und machte den Schritt in die Selbstständigkeit. Und das, ohne Branchenkenntnisse zu haben. „Ich hatte damals mit Werbetechnik nicht viel am Hut“, gesteht er. Doch als seine Tochter die Ausbildung als Schilder- und Lichtreklamehersteller beendet hatte, entschloss er sich dazu, gemeinsam mit ihr in dieser Branche loszulegen. Nüchtern betrachtet ein kleines Himmelfahrtskommando. Birmoser: „Wir sind von Null gestartet, hatten überhaupt keinen Kundenbestand und mussten uns den kompletten Maschinenpark anschaffen. Das Einzige, was ich wusste, war, dass ich Geschäfte machen kann.“

Kleine Kunden und große Kunden – alle sind willkommen

Damals, 2011, arbeiteten er, seine Tochter und ein Meister gemeinsam in kleinen bescheidenen Räumlichkeiten in Mietraching. „Ich habe damals alles versucht, anzuwerben. Vom Kleinstkunden bis zum Großkunden“, erinnert sich Christian Birmoser. Die Taktik sollte sich auszahlen. Die Kunden kamen, die Auftragslage stieg, das Unternehmen florierte bestens. „Wir sind eigentlich ständig gewachsen.“ Kein Wunder, dass die Räumlichkeiten dort schnell zu klein wurden. 2013 dann der Umzug nach Willing. Dort hatte Birmoser das Druck- und Werbezentrum Kiermeier übernommen, samt Personal und den gesamten Maschinenpark. Den hat er allerdings nach einem halben Jahr fast komplett ausgetauscht. Nur so konnte er seine Philosophie, die bis heute gilt, in die Tat umsetzen: Beste Qualität, stets auf dem modernsten Stand. Dazu gehört auch das qualifizierte Personal. „Obwohl unsere Berufssparte nicht mehr meisterpflichtig ist, legen wir trotzdem Wert auf einen meistergeführten Betrieb“, erzählt der Chef. Zwölf Mitarbeiter hat die Werbemanufaktur heute, es könnten durchaus ein paar mehr sein. „Wir haben aber hier einfach keinen Platz mehr.“

Tuntenhausen zeigt sich kooperativ

Und so machte sich Birmoser schon vor zwei Jahren auf die Suche nach neuem Terrain und wurde, nachdem ihm in Bad Aibling nichts Passendes angeboten wurde, in Tuntenhausen fündig. Was ihn dort auch überzeugte: „Die Gemeinde zeigte sich sehr kooperativ, unser Bauvorhaben wurde da zügig behandelt, ein Bebauungsplan wurde rasch für dieses Gebiet aufgestellt, wir haben das Gefühl, dort willkommen zu sein.“ So soll bis zum kommenden Januar auf dem Gelände vor dem Kreisverkehr das neue Unternehmen Birmoser Werbetechnik entstehen, in der Christian Birmoser und sein Team dann vielmehr Möglichkeiten haben. „Da wir überwiegend selbst produzieren, war eine Vergrößerung unumgänglich“, sagt er. In dem modernen Betrieb entsteht zum Beispiel eine Halle, in der mehrere Fahrzeuge zugleich, sowie Busse und Lkw, beschriftet werden können. Außerdem wird es einen großen Ausstellungs- und Showroom geben. Hier können Kunden direkt sehen, welche Werbeformen heutzutage möglich sind.

Trotz aller Vergrößerung: Das Unternehmen bleibt auch in Tuntenhausen seinem bisherigen Konzept treu und nimmt Aufträge von klein bis groß an. „Es gibt fast keinen Kundenkreis, der für uns nicht interessant ist“, sagt Birmoser. „Ob von Privat, von Architekten, Messebauern, Mittelständischen Betrieben oder Großindustrie wir können so gut wie jeden Auftrag annehmen und ausführen.“

Stadionbeschriftung beim Champions-League-Finale

Referenzen hat das Aiblinger Unternehmen jede Menge: Die Stadionbeschriftung für das Champions-League-Finale 2014 in Lissabon stammt ebenso aus dem Hause der Werbemanufaktur wie z.B. die Beschriftungen zur 500 Jahr Feier des Salzbergwerkes Berchtesgaden. Gerade wurde auch ein Projekt für Olympia in Korea abgeschlossen, hier kommen nun Produkte aus Bad Aibling zum Einsatz.
Die Lichtwerbeanlage am IFT in Rosenheim und auch, kürzlich erst fertig gestellt, die neuen Werbeanlagen der Firma Frischpack in Mailing bei Tuntenhausen (Foto l.) kommen aus dem Hause Birmoser. Viele weitere Kunden wie z.B. ein großer Agrar- und Baustoffkonzern in Bayern und natürlich auch die Eder-Gruppe (Foto r.) schätzen die Leistungen der Werbemanufaktur. Eine Spezialität des Betriebs ist außerdem Werbung für Brauereien in der Region. „Wir haben uns da auf Wirtshausschilder und Beleuchtungen für Biergärten spezialisiert“, erzählt Christian Birmoser. Und dann zählt er weiter auf: Visitenkarten, Flyer, Broschüren, Schilder und Beleuchtungen für jeden Handwerksbetrieb, Schaufenstergestaltung, Lichtschutz, Sonnenschutz, Bandenwerbung für Sportvereine, Bühnenbilder, Bauzaun- und Großgerüst-Banner, Fahrzeugbeschriftungen, Textildruck – die Liste ließe sich wohl endlos fortführen.

Service und Beratung sind die Trümpfe

Dazu kommt der passende Service, den ein Anbieter aus dem Internet so nie leisten kann. Von der ausführlichen, fachmännischen Beratung bis zur Installation durch Montageteams, es gibt hier fast nichts, was nicht möglich wäre. Derartige Vielfalt braucht auch das geeignete Personal. Christian Birmoser ist deshalb zuversichtlich, dass er nach dem Umzug weitere Arbeitsplätze schaffen und mittelfristig noch etwa fünf neue Mitarbeiter einstellen kann. Seine Vision: „Alles, was wir machen, soll noch professioneller werden. So wollen wir in Zukunft noch schneller und flexibler reagieren, nicht nur vor Ort, sondern bayernweit.“

Partnerschaft mit den FIREBALLS half beim Wachstum mit

Einen Grund für das Wachstum seines Betriebs sieht er übrigens auch durch sein Engagement als langjähriger Partner und Sponsor der TuS Bad Aibling FIREBALLS, den Basketballern der Stadt. Er sagt: „Hier hat sich die kontinuierliche Partnerschaft über die Jahre ausbezahlt. Unser langer Atem in dieser Kooperation hat sich auf jeden Fall bewährt.“ Und dieses Engagement möchte er auch in Zukunft nicht verkleinern. „Sicher werde ich durch die ganzen geschäftlichen Herausforderungen des Umbaus in diesem Jahr hier etwas kürzer treten müssen, doch sobald das neue Gebäude steht, werde ich mich für die Basketballer wieder wie eh und je einbringen.“

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