Aiblings Basketballerinnen verlieren in Chemnitz

FireGirls saft- und kraftlos - 57:69-Niederlage gegen die ChemCats

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Bad Aibling – Für die Erstbundesligadamen aus der Thermen- und Gesundheitsstadt der TuS Bad Aibling Fireballs war am letzten Samstag bei den ChemCats aus Chemnitz nichts zu holen. Die Chance die Konkurrenz etwas mehr auf Distanz zu halten, wurde leider verpasst. Der Grund für die bittere 57 zu 69 Niederlage in Sachsen war die Tatsache, dass die FireGirls aktuell auf dem Zahnfleisch daherkommen.

Seit Monaten spielt das Team auf höchstem Niveau mit nur sechs Leistungsspielerinnen, doch nun merkt man den Kräfteverschleiß und die mentale Leere. Positiv herauszuheben ist, dass Sandra Wimmer nun endlich ins Spielgeschehen eingestiegen ist.

Die Partie begann in Chemnitz recht gut für die Aiblinger Basketball-Damen. Schnell führte man und der Zuschauer an den Livestream-Bildschirmen daheim und die mitgereisten Fans des Fanclubs der Mangfalldrachen waren geneigt, sich nach hinten zu lehnen und entspannt den nächsten Sieg der FireGirls am Ende feiern zu dürfen. Der erste Spielabschnitt wurde mit 17 zu 13 gewonnen, hatten doch sogar die Kurstädterinnen einige einfache Punkte sogar noch liegen gelassen, Auch im zweiten Viertel ging es munter weiter, man merkte aber, dass die ChemCats nun besser ins Spiel kamen und auch in der Defense einen Zahn zulegten. Trotzdem behielten auch hier die Aiblingerinnen die Oberhand und gingen mit einem Viertelergebnis von 18 zu 17 und einem Halbzeitergebnis von 35 zu 30 in die Kabine.

Destinee Young, Chelsea Waters und vor allem Erfolgsgarantin Lindsay Sherbert (Foto) zeigten ihre Klasse und überraschten den Gegner immer wieder mit exzellenten Spielzügen. Mit zunehmender Spieldauer aber verloren die Fireballs den Spielfaden. Chemnitz setzte noch eine weitere Schippe in der Verteidigung drauf und machte zwei Spielerinnen als Schwachpunkte aus. Cyrielle Recoura verzettelte sich immer wieder im Eins gegen Eins und Lauren Engeln war als Aufbaupendant leider auch nicht zur Stelle und verbuchte einige leichte Ballverluste. Beide zusammen verursachten alleine neun Turniers, die Chemnitz immer wieder einen weiteren Angriff schenken. Die Zuschauer rieben sich verwundert nach Ende des dritten Viertels die Augen, denn es stand plötzlich 52 zu 48 für die Gastgeber. Mit sage und schreibe 13 zu 22 verloren die Damen aus Oberbayern diesen Spielabschnitt. Und so sollte es auch weitergehen. Lindsay Sherbert versuchte zwar, im  letzten Viertel noch dagegen halten, aber ihre Spielkameradinnen ließen sie hierbei im Stich. Chemnitz wusste die Topscorerin gut in Schach zu halten und am Ende war das Glück auch nicht auf Aiblinger Seite. Mit drei unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen in der 33. Spielminute wendete sich das Blatt gänzlich und so verloren die Fireballs auch den letzten Spielabschnitt mit 9 zu 17. Insgesamt war die Partie kurios, denn Chemnitz spielte gewiss nicht den besten Basketball. Alleine die 3er-Quote spricht hier Bände. Die Damen aus Sachsen versuchten sage und schreibe 19 mal jenseits der 3-Punktemarke zu werfen – sie trafen hierbei kein einziges Mal. Bei den Rebounds war man nahezu ausgeglichen (38 für Chemnitz und 37 für Bad Aibling). Doch bei zwei Statistiken lagen die ChemCats deutlich vor den Fireballs. Die Aiblingerinnen verbuchten insgesamt 23 Ballverluste, Chemnitz hingegen nur 13 und bei den Ballgewinnen hatten die ChemCats mit 13 zu 3 die Nase vorne. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass die FireGirls derzeit einfach ausgelaugt und saft- und kraftlos sind. Da kommt jetzt im Moment die Länderspielpause ganz recht, denn erst am 18. Februar hat man um 16:00 Uhr in der heimischen Sporthalle des Sportparks Bad Aibling das nächste Spiel. Hier wird Saarlouis zu Gast sein und die Fireballs hoffen, hier wieder auf die Siegerstraße zu kommen. Denn aktuell haben die Aiblingerinnen 22 Punkte in der Tabelle, und es sind noch 5 Spiele in der Hauptrunde ausstehend bevor die Playoffs beginnen. Die Verfolger Herne (22 Punkte), Marburg (20), Nördlingen (20) und Hannover (18) sind alle auf Schlagdistanz und möchten noch die begehrten Plätze drei und vier erreichen, denn damit hätte man Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs. Bad Aibling hat sich dies ganz klar zum Ziel gesetzt und hier möchten die Damen um Headcoach Milos Kandzic den Platz drei unbedingt halten, um die sehr gute Ausgangsposition für die Playoffs zu wahren.

 

Es spielten auf Aiblinger Seite gegen Hannover: Lindsay Sherbert (20 Punkte, 8 Reounds), Chelsea Waters (14 Punkte, 9 Rebounds), Destinee Young (12 Punkte, 9 Rebounds), Cyrielle Recoura (7 Punkte), Alina Hartmann (2 Punkte), Lauren Engeln (2 Punkte) Julijana Kancevic und Sandra Wimmer.

 

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Ein Gedanke zu „Aiblings Basketballerinnen verlieren in Chemnitz

  1. Mit „Turniers“ sind wohl turnovers gemeint, Ballverluste bei eigenem Ballbesitz. Die Kritik an Laura und Cyrielle ist viel zu hart, da sie bisher Überragendes geleistet haben und niemanden vermissen ließen. Darüber bin ich als Fan auch glücklich, ebenso freue ich mich auf einen bald wieder verstärkten Kader. Aber zu „one family“ gehören alle ohne Unterschied. Und die dürfen auch mal einen schlechten Tag haben, ohne gleich als „Schwachpunkte“ bezeichnet zu werden. Vielleicht sehe ich das ja falsch, aber dann ginge es wohl um etwas ganz anderes.

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