„Verantwortungsvoll Garteln“

Kreisfachberater für Gartenkultur und Landschaftspflege laden zu dreitägigem Gartenseminar nach Stephanskirchen

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Landkreis/Stephanskirchen – Die Erde ist die Mutter allen Lebens, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen. Leider geht der Mensch viel zu oft achtlos und ohne Rücksicht mit ihr um. Das Sachgebiet Gartenkultur- und Landschaftspflege im Rosenheimer Landratsamt und der Rosenheimer Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege laden auch heuer wieder zu einem dreitägigen Gartenseminar ein. Im Mittelpunkt steht diesmal: „Verantwortungsvoll Garteln“.

Die Teilnahme am Seminar vom 19. bis 21. Februar im Gasthaus Antretter in Stephanskirchen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist aber erforderlich. Passend zum Thema wurden zahlreiche Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion organisiert.

„Viele Menschen glauben, nichts zu tun, sei biologisch, doch das ist ein Irrtum“, sagt Kreisfachberater Harald Lorenz. „Biologisch Garteln bedeutet intensive Bodenpflege, auch Spritzen ist erlaubt, aber mit den richtigen Mitteln“. Darüber wird Gärtnermeister Rainer Steindle in seinem Vortrag „Bio ist mehr als nichts tun“ referieren.

Mara Müller wird den Verein „Arche Noah“ vorstellen. Der Verein aus Österreich hat es sich zur Aufgabe gemacht alte Pflanzensorten, die vom Aussterben bedroht sind, zu erhalten und zu verbreiten. Neben der Theorie geht es auch in die Praxis. Im Vortrag „Saatgutvermehrung mit samenfesten Gemüsesorten“ zeigt Müller, wie jeder Kleingärtner alte Gemüsesorten selbst kultivieren und vermehren kann.

Unter der Überschrift „Boden gut machen“ und „Stoffkreisläufe nachhaltig gestalten“ zeigt Christoph Fischer von der Firma EM-Chiemgau, wie Sie Ihren Boden mit Effektiven Mikroorganismen kurz EM verbessern können. In EM leben über 80 verschiedene Arten von Mikroorganismen in einem Gleichgewicht zusammen. Effektive Mikroorganismen sind für Mensch und Umwelt förderlich und gentechnisch nicht verändert.

Homöopathie gibt es übrigens nicht nur für uns Menschen, sondern auch für kranke Pflanzen. „Ich habe es selbst ausprobiert und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht“, sagt Lorenz. „Vor einigen Jahren war eine Frau bei mir wegen einer kranken Kiefer. Der Förster und auch ich hätten nicht gedacht, dass der Baum zu retten ist“. Mit Hilfe von Homöopathie war er nur ein halbes Jahr später wieder gesund und grün, berichtet Lorenz. Wie das funktioniert, zeigt Stefan Fellner von der Firma Biplantol. Passend dazu gibt es im Gartenseminar auch einen Workshop zum Thema Teichsanierung, Pflanzenstärkung und Bokashiherstellung.

Weitere Vorträge gibt es zum Thema Blumenwiesen anlegen und pflegen mit Hans G. Kölbl vom Gartenbauverein in Stephanskirchen. Mit Monika Voggenauer, Kräuterpädagogin aus Schonstett geht’s zurück ins Mittelalter. Damals gab es in Punkto Pflanzen noch keine so große Vielfalt wie heute. „Zuwanderung kann auch etwas Gutes sein“, sagt Lorenz. „Oder hätten Sie gewusst, dass der bayrische Radi eigentlich aus der Türkei und der Hopfen aus China kommt?“, fragt Lorenz.

Eingeladen zu dem dreitägigen Seminar „Verantwortungsvoll Gartln“ sind Gartenbesitzer, Gartengestalter, Gartenbauvereine, Gemeinden und alle die sich für das Thema interessieren. Ein Flyer zur Veranstaltung ist bei den örtlichen Gartenbauvereinen, den Gemeindeverwaltungen und im Landratsamt erhältlich. Zudem steht er auf der Homepage unter www.landkreis-rosenheim.de als Download zur Verfügung. Anmeldungen nimmt das Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege telefonisch unter 08031 392 6431 entgegen oder per E-Mail unter angelika.demegni@lra-rosenheim.de entgegen.

 

 

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