Mutmaßliche Schleuser bringen Afrikaner über Grenze

Bundespolizei ermittelt gegen Nigerianer und Polen - bei Grenzkonztrolle in Kiefersfelden gefasst

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Kiefersfelden/A93 – Die Bundespolizei hat am Dienstag bei Grenzkontrollen auf der A93 zwei mutmaßliche Schleuser gefasst. Ein Pole wird beschuldigt, drei nigerianische Staatsangehörige illegal ins Land gebracht zu haben. Offenbar war aber auch einer der Afrikaner an der Organisation der Fahrt beteiligt.

An der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden überprüften Bundespolizisten die Insassen eines in Polen zugelassenen Wagens. Nur der 22-jährige Fahrer konnte sich ordnungsgemäß ausweisen. Seine drei Mitfahrer im Alter von 19, 28 und 29 Jahren waren ohne die für die Einreise erforderlichen Dokumente unterwegs. Wegen des Verdachts der Schleusung beziehungsweise der unerlaubten Einreise wurden alle vier Personen zur Rosenheimer Bundespolizeiinspektion gebracht. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler kommen mehrere hundert Euro als Schleuserlohn in Betracht. Offenbar hat der 29-jährige Beifahrer die Tour von Italien nach Deutschland mitorganisiert.

Wegen Einschleusens von Ausländern wurde der polnische Fahrzeugführer angezeigt. Er wird voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren rechnen müssen. Der beschuldigte Afrikaner durfte die Dienststelle auf Anordnung der Staatsanwaltschaft erst wieder verlassen, nachdem er 500 Euro zur Sicherung des anstehenden Strafverfahrens hinterlegt hatte. Seine beiden Landsleute mussten nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen das Land wieder verlassen. Sie wurden den österreichischen Behörden überstellt.

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