Landkreis: Grippewelle in der Region

Mehr als 250 Grippefälle allein in diesem Jahr, Gesundheitsamt rät zu Hygiene

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Landkreis – Die Grippewelle hat Stadt und Landkreis Rosenheim erreicht. Nach Auskunft von Dr. Wolfgang Hierl, dem Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, begann die Grippewelle in Deutschland in diesem Jahr später als in der vergangenen Saison. „Nach Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen in der sechsten Kalenderwoche 2018 bundesweit gestiegen und es herrscht eine stark erhöhte Influenza-Aktivität“, sagte Hierl.

In Zahlen heißt das: Für die Grippesaison 2017/18, die per Definition in der 40. Kalenderwoche beginnt, wurden dem Rosenheimer Gesundheitsamt bisher 264 Fälle nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet, in denen Influenza-Viren in Proben nachgewiesen werden konnten. Davon entfallen allein 250 Fälle auf das Jahr 2018. Zum Vergleich, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 56 Fälle. In der kompletten Saison 2016/17 betrug die Zahl der gemeldeten Influenzafälle 119, in der Saison davor waren es 38.

„Bei der Influenza handelt es sich nicht um eine harmlose Erkältung, sondern um eine ernsthafte Infektionskrankheit. Es kann zu schweren Verläufen mit einer Herzmuskelentzündung, Lungenentzündung oder gar zum Tod kommen. Insbesondere Senioren, Schwangere und Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe einer Grippe“, warnt Dr. Hierl. Nach einer Ansteckung spürt man erste Beschwerden relativ rasch nach ein bis zwei Tagen. Die Erkrankten können bereits am Tag vor Beginn der Beschwerden und bis etwa eine Woche nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein. Kinder oder Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können die Erreger auch länger ausscheiden.

 

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Dr. Hierl rät, die Gefahr einer Ansteckung durch gezieltes Hygieneverhalten zu verringern: „Waschen sie regelmäßig und gründlich die Hände, berühren sie möglichst nicht mit ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase und vermeiden sie möglichst Händeschütteln sowie engen Kontakt zu Erkrankten.“

Weiter empfiehlt Hierl den Kontakt zu anderen Personen, insbesondere zu Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren und Menschen mit chronischen Grunderkrankungen möglichst einzuschränken. Im Krankheitsfall rät er: „Bleiben sie zu Hause und hüten sie das Bett, denken sie daran, regelmäßig das Zimmer gut durchzulüften. Niesen und husten sie in die Ellenbeuge und waschen regelmäßig ihre Hände.“

 

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