Irschenberg: Besuch aus Indien im Kinderdorf

Pater Frederick D’Souza aus Neu-Delhi und Schwester Dorothy Gabriel Fernandes informierten sich vor Ort

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Irschenberg – Zwei Gäste aus Indien konnte das Caritas Kinderdorf am vergangenen Montag in Irschenberg begrüßen. Pater Frederick D’Souza aus Neu-Delhi (2.v.l.),  Geschäftsführer der Caritas-Indien und Schwester Dorothy Gabriel Fernandes (2.v.r.), Leiterin einer MISEREOR-Partnerorganisation im nordöstlichen Bundesstaat Bihar, informierten sich vor Ort über die Arbeit der Sozialeinrichtung. Dorfleiter Wolfgang Hodbod (l.) und seine Stellvertreterin Annette Ehnes (r.) begrüßten die Gäste und luden sie zu einem Rundgang und den Besuch einer Kinderdorffamilie ein.

Dort berichtete Eva Lanz, dienstälteste Hausmutter im Kinderdorf, über ihre Arbeit mit
Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Die indischen Gäste
zeigten großes Interesse am Tagesablauf in der Wohngruppe und wie es den Pädagogen erfolgreich gelingt, die Jugendlichen auf ein selbständiges Leben vorzubereiten. Die Tatsache, dass die Kinderdorfmutter mit vielen ehemaligen Kindern
aus drei Generationen noch heute in Verbindung steht, beeindruckte die Besucher
sichtlich.

Foto – Erfahrungsaustausch in kleiner Runde: Im Haus 10 berichtete Eva Lanz (3. v.l.) vom Leben einer Kinderdorffamilie. Mit dabei: Dorfleiter Wolfgang Hodbod, Margit Melzig (Pfarrverband Irschenberg), Pater Frederick D’Souza (Caritas Indien), Schwester Dorothy Gabriel Fernandes, Annette Ehnes (stellvertr. Dorfleiterin), Christof Langer, (Theologischer Referent am Katholischen Bildungswerk im Landkreis Miesbach e. V.) und Sylvia Nazet (Vorsitzende des KDFB) (v.l.).

Der gemeinsame Nenner in der Arbeit der Caritas in Indien und Deutschland ist der Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. In beiden Ländern arbeiten die Caritas-Mitarbeiter direkt mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, um die Familien bei der selbständigen
Lösung von Problemen und Schwierigkeiten zu unterstützen. Während es in Deutschland zudem stationäre Einrichtungen wie das Caritas Kinderdorf gibt, engagiert
sich Pater Frederick D’Souza ausschließlich ambulant für Straßenkinder und andere
Bevölkerungsgruppen am Rande der Gesellschaft, während Schwester Dorothy Gabriel
Fernandes sich für die Rechte von Arbeitern, Frauen und Obdachlosen einsetzt.
Vor ihrem Besuch im Kinderdorf nahmen die beiden im Rahmen der bundesweite 60.
MISEREOR-Fastenaktion, die in diesem Jahr zusammen mit der Kirche in Indien
gestaltet wird, an einer Pilgerfahrt an den Chiemsee zum Wallfahrtsort auf der Fraueninsel teil.

Am Abend stellten sich Pater D’Souza und Schwester Dorothy noch einer Diskussion mit Kurzfilm-Vorführung „Unterwegs in Indien mit MISEREOR“ im Caritas Kinderdorf, die von Christof Langer, Theologischer Referent am Katholischen Bildungswerk im Landkreis Miesbach e. V. und dem Pfarrverband Irschenberg veranstaltet wurde.

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