Landkreis: Erneut weniger Arbeitslose

Am Samstag große Ausbildungs- und Jobmesse in Rosenheim für junge Leute

image_pdfimage_print

Landkreis – Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote aktuell für den Februar gleichbleibend bei 2,8 Prozent (Januar ebenfalls 2,8 Prozent). Im Februar 2017 waren es 2,9 Prozent. Dabei ist die Zahl der Arbeitslosen für den Landkreis Rosenheim erneut mit 3 850 insgesamt gesunken. 2 515 Männer und Frauen sind hierbei bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 88 weniger als im Vormonat.

„Wir freuen uns, dass wir für den Februar gegenüber dem Vormonat auch im großen Gesamt-Agenturbezirk einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 140 Personen auf 8 850 Betroffene vermelden können. Das ist sehr positiv, da wir in diesem Monat häufig einen Anstieg der Arbeitslosigkeit haben“, sagt Michael Vontra, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim.

„Die meisten Abmeldungen gab es in den Bereichen Bürotätigkeiten (60), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (40) sowie Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung (40). Die rückläufige Arbeitslosenzahl wird zudem durch die vergleichsweise milden Temperaturen und wenig Niederschlag begünstigt: So sind in den Außenberufen wie Land-, Forst-, Tierwirtschaft oder Gartenbau mit 440 Arbeitslosen lediglich 20 mehr gemeldet als im Vormonat und 50 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Auch in der Berufsgruppe Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik ist mit 1 000 Betroffenen im Monatsvergleich lediglich ein Plus von zehn zu verbuchen und es sind 180 Arbeitslose weniger gemeldet als vor einem Jahr“, so Vontra.

„Insgesamt waren am 12. Februar, dem statistischen Zähltag, 920 Personen weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Dies liegt auch an einem Rückgang der Arbeitslosenzahl in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung um 250 Betroffenen auf 1 480 sowie Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit um 230 auf 1 730 Arbeitslose.

Die Arbeitslosenquote liegt wie im Januar bei 3,0 Prozent und ist damit – wie schon im Vormonat – um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr“, sagt der stellvertretende Agenturleiter.

Vontra weiter: „Erfreulich ist, dass im Jahresvergleich bei allen Personengruppen ein Rückgang der Arbeitslosenzahl zu verzeichnen ist. So ist die Arbeitslosenzahl bei den Jugendlichen um 100 auf 920 zurückgegangen,“ sagt der stellvertretende Agenturleiter.

„Trotzdem muss ein besonderer Augenmerk auf der Personengruppe der unter 25-Jährigen liegen: Junge Menschen arbeiten häufig in den Bau- und Außenberufen, die noch von der Winterarbeitslosigkeit betroffen sind. Zudem enden Ausbildungen mit einer Dauer von zweieinhalb und von dreieinhalb Jahren im Februar und es gibt Ausbildungs-, Schul- und Studienabbrecher, die sich bei der Agentur für Arbeit melden.

Wir möchten diesen jungen Menschen bestmöglich helfen – sowohl bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, als auch allgemein bei ihrer beruflichen Orientierung. Dabei möchten wir an Betriebe appellieren, ihnen hierfür berufliche Perspektiven zu bieten“, so Vontra. „Aktuell stehen in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, auf dem Ausbildungsmarkt knapp 2 500 Bewerber 2 860 unbesetzten Lehrstellen gegenüber.“

Der stellvertretende Agenturleiter weist bei dieser Gelegenheit auf die Woche der Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie auf die bayernweite Woche der Aus- und Weiterbildung der Bayrischen Staatsregierung hin, die beide bis zum Sonntag, 4. März, stattfinden.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete die bayernweite Woche der Aus- und Weiterbildung an der Berufsschule 1 in Rosenheim. Bei dieser Auftaktveranstaltung betonte sie, dass eine betriebliche Ausbildung die perfekte Grundlage für die berufliche Zukunft sei und nannte als mögliche Weiterbildungsmöglichkeiten den Meister und Techniker sowie ein anschließendes Studium.

Auch Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, stellte bei der Veranstaltung die Vorzüge einer Berufsausbildung heraus. „Es gibt keinen Abschluss ohne Anschluss und für jeden individuell den perfekten Ausbildungsberuf. Vereinbaren Sie einen Termin mit unserer Berufsberatung, um den richtigen Ausbildungsberuf zu finden und machen Sie in den Ferien Praktika, um in die Praxis hinein zu schnuppern“, so Holtzwart, und weiter: „Wenn während der Ausbildung einmal nicht alles so rund läuft, bietet die Agentur für Arbeit Unterstützungsprogramme an, damit der Abschluss gelingt.“

Michael Vontra fügt hinzu: „Die Agentur für Arbeit Rosenheim veranstaltet im Rahmen der Woche der Ausbildung der BA am Samstag, 3. März, von 9.30 bis 13 Uhr eine Ausbildungs- und Jobmesse, zu der ich alle herzlich einlade.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Zahlreiche Arbeitgeber verschiedener Branchen aus der Region bieten an ihren Ständen Informationen und Ausbildungsstellen an. Auch die Arbeitsagentur informiert über ihre Dualen Bachelorstudiengänge „Arbeitsmarktmanagement“ und „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“.

Bei beiden Studiengängen, bei denen schon im ersten Jahr ein Monatslohn von 1 570 Euro (plus Zusatzleistungen) gezahlt wird, sind noch für 2018 Plätze frei. Eine weitere Möglichkeit ist die Ausbildung „Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen“ mit einem Monatslohn von mehr als 910 Euro schon im 1. Lehrjahr. Bei allen drei Angeboten ist danach eine unbefristete Übernahme geplant (www.arbeitsagentur.de/karriere)“, so Vontra.

„Außerdem warten Berufsberater, die Bereichsleiterin des Servicecenters, Experten von EURES, die über Arbeitsmöglichkeiten im Ausland informieren und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, um Berufsrückkehrern Tipps zu geben. Auch ein Bewerbungsmappencheck wird angeboten.“

Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt spiegele sich auch in der Stellensituation wider: Unternehmen haben im Februar 1 360 offene Stellen neu bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 460 mehr als im Vormonat und 120 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Insgesamt waren im Betrachtungszeitraum 4 670 vakante Arbeitsplätze bei der Agentur für Arbeit gemeldet, 260 mehr als im Vormonat und 420 mehr als vor einem Jahr. 4 370 der Arbeitsstellen sind sozialversicherungspflichtig und 4 400 sofort zu besetzen. Viele der Stellenausschreibungen können direkt in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de abgerufen werden.

Im Betrachtungszeitraum vom 12. Januar bis zum 12. Februar haben sich 2 930 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet, 660 weniger als im Vormonat und 350 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Demgegenüber stehen 3 080 Abmeldungen, 950 mehr als im Vormonat und 230 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent (Vormonat: 4,7; Februar 2017: 5,1 Prozent). Derzeit sind 1 591 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 15 auf 814. Für 777 arbeitslose SGB II-Kunden, 6 weniger als im Januar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 426 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 885 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im Februar mit 2,7 Prozent (Vormonat: 2,7; Februar 2017: 3,3 Prozent) die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk auf. Das entspricht 1 827 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1 341 Männer und Frauen, 22 weniger als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 486 Betroffene, 6 mehr als im Januar, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 096 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 665 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1 578 Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 3,0 Prozent (Vormonat: 3,0; Februar 2017: 3,4 Prozent) entspricht. Davon sind 1 164 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 15 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 414 Arbeitslose gemeldet, 6 weniger als im Januar. Insgesamt betreut das Jobcenter 1 170 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 939 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.