Mutmaßlicher Schleuser in Untersuchungshaft

Bundespolizei verhaftet Nigerianer auf der Inntalautobahn

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Kiefersfelden/A93 – Bundespolizisten haben gestern einen nigerianischen Staatsangehörigen ins Gefängnis gebracht. Er war bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn gestoppt worden. In seinem Wagen saßen vier Landsleute ohne Einreisepapiere. Über das Wochenende verteilt hat die Bundespolizei zwischen Kufstein und Rosenheim insgesamt 34 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt.

Bundespolizisten überprüften an der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden die Insassen eines Autos mit italienischen Kennzeichen. Lediglich der Fahrer konnte sich mit seinem nigerianischen Reisepass und einem italienischen Aufenthaltstitel ordnungsgemäß ausweisen. Im Wagen saßen noch ein Mann und eine Frau mit ihren Kindern. Dokumente für die Einreise nach Deutschland konnten sie nicht vorlegen. Laut eigenen Angaben stammen sie ebenfalls aus Nigeria. Die Bundespolizei geht von einer organisierten Schleusungsfahrt aus und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie sich herausstellte, ist die junge Familie bereits in Italien registriert und hat dort auch Asylanträge gestellt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahme wurden sie den österreichischen Behörden übergeben. Der Fahrer musste auf richterliche Entscheidung hin die Untersuchungshaft antreten. Bundespolizisten brachten den Festgenommenen ins Gefängnis in Traunstein. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

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