Bad Aibling: Wer hat einen Platz für Elvis?

Pflegefamilie zieht weg - dreibeiniger Hund ist bereit für ein neues Abenteuer

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Bad Aibling – Im vergangenen April kam Elvis nach Bad Aibling. Der Foxterrier, der vom  „Projekt-Pusztahunde“ aus einem ungarischen Tierheim nach Deutschland gebracht wurde, lebt nun schon fast ein Jahr bei einem amerikanischen Ehepaar, zusammen mit einer Beagle Hündin und einer Katze. Leider zieht die Familie Ende April wieder in ihre Heimat und möchte Elvis nicht mitnehmen. Wer hat also ein Plätzchen und ein Herz für das Dreibeinchen?

Elvis hat schon viel in seiner jetzigen Familie gelernt: Treppen gehen (dieses sollte er aber nicht zu häufig machen), mit Katze leben, im Haus sein, an der Leine zu gehen, ordentlich zu essen und Futter nicht zu klauen und vor allem, wie es sich anfühlt, von Menschen geliebt zu werden. Er geht sehr gerne, auch im Rudel, spazieren und lässt sich dann im Tragetuch oder Rucksack tragen, wenn ihm die Strecke zu lang und anstrengend wird.

Nun ist es an der Zeit mit dem Dreibeinchen Elvis mehr zu arbeiten. Er ist nämlich wegen seiner Behinderung nicht nur als Couchpotato und zum Kuscheln geeignet. Ganz im Gegenteil: gerade wegen seiner nur begrenzt möglichen Spaziergänge sollte er geistig gefordert werden, wie z.B. mit Schnüffel – Aufgaben, meistern von kleinen Hindernissen oder auch kurzen Mantrailing-Strecken. Der Besuch einer Hundeschule würde ihm auch sehr gut tun. Das alles würde Elvis sicherlich viel Spaß machen, er würde gefordert und könnte endlich mal zeigen was in ihm steckt!

Elvis braucht Sicherheit und Stärke

Grundsätzlich ist Elvis eine beeindruckende, starke Persönlichkeit und benötigt eine klare Linie und Stärke von seinen Menschen. Der Kontakt mit anderen Hunden ist in der Regel kein Problem. Allerdings mag Elvis es nicht, wenn andere Hunde ihm gegenüber zu rüpelhaft und wild sind. Dieses hängt sicherlich mit seiner Behinderung zusammen und da wird seitens Elvis auch mal geknurrt. In diesem Moment ist dann der Hundehalter gefragt, Elvis Sicherheit und Stärke zu vermitteln und auch mal den anderen Hund zu bremsen, wenn es leider dessen Besitzer nicht tut. Was allerdings in solchen Momenten absolut keine Lösung ist: Elvis auf den Arm zu nehmen und somit einer Hundebegegnung aus dem Weg zu gehen

Hundebesuch in seinem Zuhause, egal ob Hündin oder Rüde ist für Elvis eine nette Abwechslung und überhaupt kein Problem. Beim gemeinsamen Füttern von Kauartikeln sollte man aber schon etwas vorsichtig sein, damit bei keinem der Hunde Futterneid aufkommt. Junge Menschen in der neuen Familie wären schön, allerdings sollten sie nicht unter 10 Jahren sein, damit sie schon so weit sind, dass sie wissen, dass ein Hund auch seine Ruhephasen benötigt, in denen er nicht gestört werden möchte.

Ab und zu Physiotherapie

Wo sind nun die netten und verantwortungsbewussten Menschen, die den Charmeur Elvis aufnehmen möchten und ihm die nötige Fürsorge angedeihen lassen? Elvis benötigt auf Grund seiner fast abgeschlossenen Herzwurmbehandlung momentan noch alle vier Wochen seine Milbemaxtabletten und zur Behandlung seiner Arthrose sollten naturheilkundliche Präparate wie z.B. MSM, Chondroitin, Glucosamin oder Zeel Ampullen und je nach Notwendigkeit auch entsprechende Schmerzmittel gegeben werden. Gelegentliche Physiotherapie würde dem Dreibeinchen Elvis bestimmt auch sehr gut tun.
Wo hält das Universum sein neues Plätzchen bereit?

Wenn Sie diesen Platz in Ihrer Familie sehen, melden Sie sich bitte bei Conny Mörwald vom Projekt Pusztahunde, damit Elvis möglichst bald sein Köfferchen packen und zu Ihnen reisen kann.

Kontakt:
c.moerwald@projekt-pusztahunde.de oder 0171-6112732 Hier geht`s zu Elvis:
http://www.projekt-pusztahunde.de/index.php/zuhause-gesucht/notfaelle/2289-elvis-1

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