Fireballs haben nun alles in eigener Hand

Weil der FC Bayern verloren hat: Sieg im Topspiel sichert den Aiblingern Platz 1

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Bad Aibling – Am Samstagabend erreichte die Herren der Bad Aibling Fireballs die überraschende Nachricht. Der Tabellenletzte Landsberg stellte dem größten Aufstiegskonkurrenten FC Bayern München 3 ein Bein und siegte zuhause mit 82:77. Durch diese Niederlage der Bayern hatten es die Aiblinger mit einem Auswärtssieg in Passau in eigener Hand, sich am Sonntag den ersten Platz in der 2. Regionalliga Südost zu sichern.

Mit einem organisierten Fanbus der Firma Berr reisten die Herren aus der Kurstadt mit zahlreichen Fans zur weitesten Auswärtsfahrt der Saison nach Passau. Der Tabellendritte vom vorherigen Spieltag, zuletzt von Verletzungssorgen gebeutelt, konnte auch dieses Spiel mit lediglich acht Spielern bestreiten, doch mit Mayer (zweitbester Scorer der Liga mit 18,8 Punkte pro Spiel), Herbort, Gentner und Schütze standen ohnehin die vier besten Punktesammler der Gastgeber bereit.

Angetrieben von den mitgereisten Fans starteten die jungen Mangfallstädter konzentriert in die Partie, schnelles Spiel nach vorne brachte den Erfolg für die Gäste. Doch Passau zeigte, dass es nicht umsonst als Favoritenschreck gilt und konnte vor allem durch gute Ballbewegung in der Offensive mit den großen Spielern Mayer und Herbort punkten. Beide Teams hatten zu Beginn Probleme, sich auf die Linie der Schiedsrichter einzustellen, mit 15:15 endete das erste Viertel.

Auch in den zweiten zehn Minuten bewiesen beide Mannschaften den Willen, dieses möglicherweise vorentscheidende Spiel für sich zu entscheiden. Passau verteidigte die Stärke der Aiblinger, den Wurf von draußen, aggressiv, was zahlreiche Möglichkeiten für die schnellen Guards lieferte, sobald diese den Korb attackierten. Passau suchte weiterhin die Big-Men unter dem Korb, doch auch Ferdinand Schütze, am Ende bester Scorer der White Wolves (21 Punkte), machte den Gästen zu schaffen. Die hitzige Partie erreichte ihren Höhepunkt, als Jasko Uzunalic und Passaus Jan-Erik Taubmann nach dem Kampf um einen Loose-Ball aneinander gerieten und von den Spielern getrennt werden mussten. Der Schiedsrichter verhängte gegen beide korrekterweise ein technisches Foul, doch Taubmann war nicht zu beruhigen und bekam von Referee Schmidt ein disqualifizierendes Foul. Das Team von Coach Sovarzo hatte nun auf Zonenverteidigung umgestellt, die Gastgeber hatten mit dieser merklich Schwierigkeiten, doch die Sieben-Mann-Rotation konnte ein 38:34 in die Pause mitnehmen.

Weiter von den Fans angepeitscht, begann Aibling die zweite Hälfte direkt mit einem 6-0 Lauf und zwang Passau nach wenigen Minuten bereits zur Auszeit. Die Dreiflüssestädter stellten sich nun besser auf die Zone ein, doch auch die Gäste attackierten weiter die enge Mannverteidigung der Wolves. Marco Hack Vázquez, Simon Bradaric und Justin Kaifosch sorgten mit drei Korblegern plus Foul dafür, dass die Passauer, die nun auch die Dreier trafen, nicht zu großen Abstand gewannen. Von außen konnte der Tabellenzweite wenig bewirken, zu stark war die Defense gegen die Distanzwürfe. Mit 58:60 aus Aiblinger Sicht ging es in den letzten Abschnitt.

Dieser zeigte sich nun auch bis kurz vor Ende ausgeglichen, 70:70 stand nach 37 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel in der Städtischen Dreifachturnhalle. Schütze verwandelte einen schwierigen Drei-Punkte-Wurf, Bad Aibling konterte über eine tolle Einzelaktion von Justin Kaifosch, Aibling holte sich in den folgenden Passauer Angriffen die Rebounds und Steffen Lautner brachte mit zwei Korblegern in Folge eine Minute vor Ende die 73:78 Führung. Die Wolves verkürzten durch Valentin Kraft noch einmal auf 76:79, von der Freiwurflinie verwalteten die Gäste routiniert den Auswärtssieg und verdienten sich so die damit verbundene Tabellenführung.

„Passau war trotz der kleinen Rotation ein richtig starker Gegner. Sie spielen einfach als Team wahnsinnig gut zusammen, doch wir konnten eigentlich immer dagegen halten, haben das Close-Out gut attackiert. Mit der Zone hatten sie dann Probleme, das war wohl einer der Gründe, warum es in der zweiten Halbzeit viel besser lief“, sagte Steffen Lautner nach der Partie.

„Es hat richtig Spaß gemacht heute zu spielen. Passau war sicher einer der stärksten Gegner der Saison, am Ende wollten wir gerade in der Defense den Sieg einfach ein wenig mehr. Aber natürlich auch großen Respekt vor Passau, sie haben uns heute denke ich alles abverlangt“, kommentierte der Kapitän Manuel Hack Váquez den Ausgang des Spiels. „Aber jetzt haben wir alles selbst in der Hand, um die Meisterschaft diese Saison klar zu machen. Großer Dank natürlich auch an die mitgereisten Fans, die uns in den wichtigen Momenten nach vorne angetrieben haben. Einfach Wahnsinn!“

Nächsten Samstag wollen die Aiblinger den nächsten Schritt machen. Um 19.00 Uhr trifft der Tabellenführer im Aiblinger Sportpark auf die Dachau Spurs, momentan Tabellensechster. Das Hinspiel konnten die Fireballs mit 113:89 für sich entscheiden, doch fürs Rückspiel werden die Karten neu gemischt.

Es spielten: Bradaric (23 Punkte/2 Dreier), Hack Vázquez Manuel (8), Hack Vázquez Marco (7), Ihenacho, Kaifosch (15), Kristian (2), Lautner (15), Mirceta (4), Stahl (2), Stolle, Uzunalic (8), Weiß

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