Bad Aibling: Die Kamera als Freund

Marinus Hohmann spielt im Kinofilm „Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier" den Anführer Julian

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Bad Aibling/Hohenthann – Manche Menschen würden alles dafür tun, um zum Film zu kommen, nicht wenige Schauspieler kämpfen ewig darum, wenigstens einmal in einem Kinofilm in einer entscheidenden Rolle dabei zu sein. Bei Marinus Hohmann ist das anders. Der 14-jährige Bub aus Hohenthann spielt im neuen Kinofilm „Fünf Freunde & das Tal der Dinosaurier“ (Kinostart am 15. März) den Anführer Julian. Nach seinem Mitwirken in „Willkommen bei den Hartmanns“ ist das schon seine zweite große Rolle im Kino.

Ist er dadurch nicht schon so etwas wie ein Star in seiner Klasse im Gymnasium Bad Aibling? Marinus lacht und sagt: „Da sind so viele Freunde dabei, die ich schon von ganz früher kenne. Die sehen mich als ganz normalen Klassenkameraden an.“ Das ist ihm auch lieber so. Für Marinus Hohmann wäre es nämlich ein Horror, wenn er durch seine Arbeit beim Film plötzlich kein Privatleben mehr hätte und er nicht mehr tun und lassen könnte, was er will.

Deshalb sieht er sich in Zukunft auch nicht hauptsächlich vor der Kamera agieren. „Wenn eine Rolle kommt, die mir gefällt, dann spiel ich sie schon. Doch aktiv danach schauen tue ich nicht.“ Vielleicht ist gerade das das Erfolgsgeheimnis des Jungschauspielers. Er geht an die Sache ganz unverkrampft ran und hat auch noch nie eine Stunde Schauspielunterricht genommen. Seine Meinung: „Ich glaube, dass ich dadurch vor der Kamera nicht mehr so sein kann wie ich bin, dass das irgendwann so gekünstelt wirkt.“ Das heißt nicht, dass er sich nichts sagen lassen will. Im Gegenteil: „Ich kann, glaube ich, ziemlich schnell umsetzen, was ein Regisseur von mir will.“

Mike Marzuk, der Regisseur des aktuellen „Fünf Freunde“-Films, sieht noch mehr Stärken bei Marinus: „Er ist ein Junge, der sich generell für das Metier Film interessiert. Er probiert schon, selber Videos zu schneiden und bearbeiten.“ Dieses Talent bekam der in Bad Aibling geborene Schauspieler schon mit in die Wiege gelegt. Seine Mutter hatte eine Filmproduktionsfirma und brachte Marinus schon als Baby vor die Kamera, wo er in einigen Werbespots zu sehen war und im weiteren Alter auch in TV-Serien wie „Der Bergdoktor“ oder „Die Bergretter“.

Doch nur Filme drehen ist für das Jungtalent zu wenig. Marinus Hohmann ist aktiver Skirennfahrer beim WSV Glonn, singt, spielt Klavier und Theater. Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn offen und locker im Hinblick auf seine Zukunft. „ich bin jetzt erst einmal froh, dass ich keinen Filmdreh habe, denn noch ist Skisaison und ich will noch ein paar Rennen fahren“, sagt er. Wobei er hier gerne einmal zwei seiner Leidenschaften verbinden möchte: Marinus würde liebend gerne mal eine Skifahrszene in einem Film spielen.

Wenn der gebürtige Aiblinger einmal nicht lernt, Ski fährt oder vor der Kamera steht, dann ist er am liebsten auf dem Bauernhof seines besten Freundes – er ist alles andere als ein Großstadtmensch. „Ich mag auch Bad Aibling sehr“, sagt er. Hier hat es so schöne Ecken. Das ist irgendwie so schnuckelig und auch kulturell.“

Und schnuckelig will er es auch weiter haben. Hier auf dem Land, in Hohenthann fühlt er sich rundum wohl. Immer an seiner Seite: Miezi, seine Katze (Foto oben), die mittlerweile schon 13 Jahre alt ist und die schon öfters als Objekt für seine kleinen selbstgedrehten Filme herhalten musste. Die beiden sind ein beinahe unzertrennliches Paar. Trotzdem kann es sein, dass Marinus im kommenden Sommer seine Katze für ein paar Wochen wieder gegen Filmhund Bobby tauschen muss. Denn sollte auch der aktuelle „Fünf Freunde“-Film ein Kinoerfolg werden, dann stehen die Dreharbeiten für den nächsten Teil an. Und obwohl es Marinus mit der Schauspielerei locker angehen lassen will – darauf freut er sich schon tierisch.

Fotos: privat (Foto oben); © Constantin

 

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