Per Gentest zum Wald der Zukunft

In Zeiten des Klimawandels: Wichtiger „Vaterschaftstest“ für Pflanzen

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Oberbayern – Gentests bei Forstpflanzen können aus Sicht von Forstminister Helmut Brunner entscheidend zum Aufbau dauerhaft stabiler und vitaler Wälder beitragen – gerade in Zeiten des Klimawandels. „Die unterschiedlichen Erbanlagen unserer Waldbäume beeinflussen nicht nur ihr Wuchsverhalten und ihre Widerstandskraft, sondern auch die Anpassungsfähigkeit an Umweltbedingungen“, sagte der Minister beim 15-jährigen Jubiläum des Zertifizierungsrings für überprüfbare forstliche Herkunft Süddeutschland. 

So seien etwa Fichten aus dem Flachland für Gebirgslagen ungeeignet, weil sie bei Schnee leichter brechen.

Umso wichtiger sei es laut Brunner, nur Saat- und Pflanzgut zu verwenden, das an die örtlichen Klima- und Bodenverhältnisse optimal angepasst sei. Weil das aber in der Natur wegen des langsamen Wachstums der Bäume oft erst nach Jahrzehnten erkennbar sei, komme den Verfahren zur Prüfung der genetischen Herkunft wachsende Bedeutung zu.

Dem Minister zufolge sei es der Pionierarbeit des Zertifizierungsrings zu verdanken, dass die Waldbesitzer heute auf qualitativ hochwertiges Saat- und Pflanzgut mit überprüfbarer Herkunft zurückgreifen können.

Die Gründung des Zertifizierungsrings, in dem 32 private und staatliche Saat- und Pflanzenbetriebe zusammen geschlossen sind, ging auf eine Initiative der Forstverwaltungen der Länder Bayern und Baden-Württemberg, der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsforstpflanzen Süddeutschland und Vertreter der Wissenschaft zurück.

Mit Hilfe von auf Genmarker gestützten Analysemethoden lässt sich die Herkunft jeder Pflanze bis zum Ausgangsbestand zurückverfolgen. Der dadurch mögliche „Vaterschaftstest“ bietet laut Brunner ein Höchstmaß an Herkunftssicherheit.

Mehr Informationen zu forstlichem Saat- und Pflanzgut gibt es im Internet unter www.asp.bayern.de.

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