Bad Aibling: Der Ball liegt bei Marburg

FireGirls treten am Freitag in Marburg zum zweiten Playoffspiel an - das Halbfinale winkt

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Bad Aibling/Marburg – Das unbedingte „Muss“ kann sowohl Fluch als auch Segen sein. Die Basketballerinnen des BC Pharmaserv Marburg müssen. Und zwar auf jeden Fall gewinnen, wenn sie in den Playoffs gegen die FireGirls aus Bad Aibling noch ihre Chance auf ein Entscheidungsspiel an der Mangfall wahren wollen. Und so können die Aiblingerinnen relativ entspannt zum Auswärtsspiel am Freitag fahren und sich anschauen, ob das unbedingte Gewinnenmüssen den Marburgerinnen Flügel verleiht, oder ob es sie lähmt.

Mit Sicherheit wird auch dieses Spiel wieder eine enge Kiste, denn beide Teams sind nicht nur nach der Hauptrunde Tabellennachbarn, auch ihre Qualität ist ungefähr gleich. Deshalb werden die FireGirls den Heimsieg vom vergangenen Samstag nicht überbewerten, wissen sie doch, dass hier immer jeder jeden schlagen kann. Dem kann Aiblings Headcoach Milos Kandzic nur zustimmen. „In Marburg zu spielen ist immer eine große Herausforderung. Doch ich fahre jetzt zum Playoffspiel schon mit einem viel besseren Gefühl dorthin als noch im vergangenen Jahr in der Hinrunde.“

Kein Wunder – seine Mädels sind mittlerweile gut eingespielt, Kapitänin Lena Bradaric ist wieder mit an Bord und die Optionen sind für den Trainer dadurch gestiegen. „Wir haben jetzt sehr gut trainiert und sind auf das Spiel bestens vorbereitet“, sagt er. Hier schwingt ein Mix aus Entspannung und Konzentration aus seinen Worten, und wenn sein Team diese Einstellung auf den Platz bringen kann, dann dürfte auch ein Auswärtssieg und somit das Vorrücken ins Halbfinale kein Utopie mehr sein.

Dass die FireGirls allerdings in Marburg ein dickes Brett zu bohren haben, weiß im Team jede und jeder. „Das ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft, ein extrem talentiertes und erfahrenes Team mit einer sehr tiefen Bank“, sagt Kandzic. Wie so oft sieht er die Siegchance für seine Mädels vor allem dann, wenn sie es schaffen, physisch dagegen zu halten und das Tempo des Spiels kontrollieren zu können. Trotz der denkbar schweren Aufgabe, weiß er: „Ich bin optimistisch, dass wir ein gutes Spiel abliefern werden und uns dort teuer verkaufen. Am besten mit einem Sieg.“ Da ist er ganz entspannt. Denn der Ball liegt jetzt bei Marburg.

Foto: Albert Goike

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