Chaos auf der A93

Gestern Nachmittag - Rückstau nach Unfall verursacht weiteren Unfall - 15 km Stau

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Inntalautobahn – Wegen eines Sattelzuges, der auf der A 93, Kufstein – Rosenheim, zwischen der AS Reischenhart und dem AD Inntal von der Fahrbahn abkam (wir berichteten) staute sich der Verkehr gestern ab Vormittag über die AS Reischenhart hinaus. Etwa 500 Meter vor dem Stauende blieb gegen 15.00 Uhr ein österreichischer Sattelzug auf der rechten Fahrspur wegen eines Getriebeschadens stehen. Trotz Warnblinkanlage und Warndreieck übersah ein bulgarischer Hängerzug das Hindernis. 

Er konnte noch etwas nach links ausweichen, prallte jedoch mit seiner Beifahrerseite ungebremst auf das Heck des Österreichers. Die beiden Fahrzeuge verkeilten sich ineinander, blockierten beide Fahrspuren und den Seitenstreifen und erschwerten das Anfahren der Rettungskräfte.

Diese konnten dann jedoch entgegen der Fahrtrichtung an der AS Reischenhart einfahren.

Der 55-jährige Bulgare kam mit schweren aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen an Beinen und Bauch ins Klinikum Rosenheim. Der Fahrer des österreichischen Sattelzuges ein 47-jähriger Kroate kam mit Verdacht auf Schleudertrauma ins Krankenhaus Kufstein. Der Österreicher war voll beladen mit Baustoffen, der Bulgare hatte Nudeln geladen.

Ausgelaufener Diesel des Bulgaren wurde von der Feuerwehr gebunden, 200 bis 300 Liter versickerten jedoch im Erdreich, das ausgebaggert werden musste. Die Autobahn wurde an der AS Brannenburg gesperrt und der Verkehr ausgeleitet. Der Rückstau ging dann auf eine Länge von 15 Kilometern bis zur AS Kiefersfelden zurück.

Der Gesamtschaden ist noch nicht abschätzbar, dürfte sich jedoch auf etliche 100.000 Euro belaufen. Die Bergung dauerte bis in die späten Nachtstunden, auf der Autobahn Richtung Rosenheim ging lange gar nichts mehr.

Vor Ort waren wieder die Fa. Waldschütz, die FFW Degerndorf, Nussdorf, Flintsbach, Pfraundorf, das THW Rosenheim, die Autobahnmeisterei Rosenheim und das Landratsamt Rosenheim.

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