Landsberg als Spielverderber

Fireballs vergeben ersten Matchball - Entscheidung um den Aufstieg nun zuhause gegen Freising

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Landsberg/Bad Aibling – Mit 89:99 verloren die Herren der Bad Aibling Fireballs bei HSB Landsberg das vorletzte Saisonspiel. Jedoch können die Kurstädter mit einem Heimsieg nächsten Samstag um 19.30 Uhr gegen den TSV Jahn Freising weiterhin die Meisterschaft der 2. Regionalliga Südost gewinnen.

Bad Aibling trat die Reise in die Lechstadt ohne Mio Mirceta, Michi Westphal und Justin Kaifosch an. In der für die Größenverhältnisse spärlich gefüllten Halle wollten die Aiblinger mit ihrem Offensivspiel vorzeitig die Meisterschaft auswärts in trockene Tücher bringen. Achten mussten sie dabei auf die von Landsberg verpflichteten Profis Sharif Hudson und Fabian Ristau, diese galt es aus dem Spiel zu nehmen, um die Landsberger Offensive einzudämmen.

Die Heimmannschaft begann das Spiel mit einem wahren Dreierregen. Gleich die ersten drei Versuche netzten Fabian Ristau, Sharif Hudson sowie Jonas Fiebich kompromisslos zur 11:2 Führung nach wenigen Minuten ein. Doch Bad Aibling fing sich, konnte über Simon Bradaric und Vale Engel den Rückstand verkürzen. Die Heimerer Schulen Baskets ließen sich jedoch von dem 8:2-Lauf der Aiblinger nicht beeindrucken und scorten weiterhin zur 22:15 Führung nach dem ersten Viertel.

Die Devise für den zweiten Abschnitt war klar: Bad Aibling musste mehr Gebrauch von den Distanzwürfen machen, eine Stärke des Gästeteams über die gesamte Saison. Marco Hack Vázquez kam diesem Ziel in bester Manier nach und versenkte innerhalb von drei Minuten vier seiner fünf Versuche von Downtown. Die Kurstädter waren nun auch in der Defensive aufmerksamer, zwangen den Tabellenvorletzten zu Turnovern und kamen bis auf drei Punkte wieder heran (37:34). Doch aus nicht erkennbarem Grund verteilten nun die in ihren Entscheidungen etwas unsicher wirkenden Schiedsrichter innerhalb einer Minute drei technische Fouls gegen die Aiblinger, was in einem plötzlichen 47:34 Vorsprung für Landsberg mündete.

Sämtliche Erklärungs- oder Schlichtungsversuche der Spieler wie Trainer wurden von den empfindlich gestimmten Referees gnadenlos unterbunden. Den daraus resultierenden Vorsprung nutzten die Gastgeber, um sich weiter abzusetzen und bauten den Vorsprung auf 57:42 zur Halbzeit aus. Wie sehr die Neuzugänge und Topscorer Jonas Fiebich das Spiel der Landsberger bestimmen, wurde in diesem Abschnitt allzu deutlich. 33 der 35 erzielten Punkte teilten die drei Guards unter sich auf.

Im dritten Viertel lieferten sich die beiden Mannschaften einen Schlagabtausch. Die Heimmannschaft startete mit einem 5:0 Lauf, Bad Aibling konterte mit einem 11:0 Lauf ihrerseits. Doch die Landsberger taten es den Gästen nach, starteten sie selbst nun einen Run mit neun Punkten in Folge. Wiederrum ließen sich die Mangfallstädter nicht beeindrucken und zogen mit acht Punkten am Stück ohne Gegentreffer nach. Lediglich Sharif Hudson versenkte seinen vierten von fünf Dreiern fast mit der Sirene zum Stand von 77:64 für die Kreisstadt.

Im letzten Viertel konnte Aibling den Rückstand aus dem zweiten Viertel nicht mehr einholen. Mit 24 Punkten lag der Tabellenerste drei Minuten vor Ende zurück, Heimcoach Khartschenkov schickte nun auch seine Bank aufs Feld, was Aibling zu nutzen wusste und innerhalb der letzten Minuten den Rückstand mit noch einer halben Minute auf der Uhr auf nur noch zehn Punkte verkürzen konnte. Doch der anschließende Angriff misslang und so musste sich der Tabellenführer den starken Landsbergern um die dominierenden Spieler Hudson, Ristau und Fiebich geschlagen geben.

„Nächste Woche ist das wichtigste Spiel der ganzen Saison. Es war nicht das Spiel gegen die Bayern entscheidend, das nächste Woche zählt. Dort müssen wir uns selbst beweisen, dass sich die ganze harte Arbeit über die Saison gelohnt hat. Hart und intensiv trainieren, fokussiert von Minute eins an, jeder muss es wollen“, lautete die Ansprache von Simon Bradaric nach dem Spiel.

So kommt es nächsten Samstag um 19.30 Uhr im Sportpark Bad Aibling zum entscheidenden Meisterschaftsspiel gegen den TSV Jahn Freising. Der Tabellenführer hofft auf ein zahlreiches Erscheinen der Fans, welche im Anschluss mit Freibier zur Saisonabschlussfeier mit den Fireboys belohnt werden.

Es spielten: Bradaric (26 Punkte/2 Dreier), Engel (15), Hack Vázquez Manuel (3), Hack Vázquez Marco (21/4),  Ihenacho, Kristian, Lautner (7), Nimphius (2), Stahl, Stolle (2), Uzunalic (11/1), Weiß (2)

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