Oberland-Krimi

Spion erkundigt sich nach Maibaum-Versteck und löst Polizeiaktion aus

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Miesbach – Das sogenannte „Maibaumstehlen“ hat in Bayern eine lang zurückgreifende Tradition. Dass ausgerechnet dieser Brauch im Dienstbereich der Polizeiinspektion Miesbach einen Einsatz auslöst, hatte anfänglich niemand gedacht. Am  Samstagabend um 21:30 Uhr erhielt die Polizei Miesbach einen Anruf einer aufgeregten Landwirtin. Diese gab an, kurz zuvor selbst einen Anruf eines unbekannten Mannes erhalten zu haben.

In diesem kurzen Telefonat, sprach der Anrufer von mehreren, in der Tenne gelagerten Heuballen. Auch die ortsansässige Feuerwehr wurde kurz erwähnt. Danach wurde das Gespräch seitens des Anrufers abrupt beendet.

Aufgrund der dubiosen Andeutungen, konnte zunächst ein bevorstehendes Branddelikt an besagtem Hof nicht ausgeschlossen werden. Dementsprechend nahmen Beamte der Polizei Miesbach unverzüglich die Ermittlungen auf. Der Unbekannte konnte innerhalb kürzester Zeit ausfindig gemacht und sogleich zu besagtem Anruf befragt werden.

Hier nahm der Fall eine unerwartete Kehrtwende.

Der vermeintliche Übeltäter entpuppte sich als „verdeckter Ermittler“, welcher missverständlich versucht hatte, den derzeitigen Aufenthaltsort eines gestohlenen Maibaums in Erfahrung zu bringen. Dem bestürzten Spion war die Sache sichtlich unangenehm. Er entschuldigte sich sowohl bei der betroffenen Landwirtin, als auch bei den echten Ermittlern für sein unbedachtes Handeln.

Ob besagter Baum noch pünktlich zu seinen ursprünglichen Besitzern zurückfindet, wird sich spätestens am 1. Mai zeigen.

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