„Ich bin nicht allein“

Klettern mit Adoptivkindern in der Kletterhalle Rosenheim

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Rosenheim/Stephanskirchen – „Was, Du bist auch adoptiert?“ Ganz verblüfft stellte diese Frage ein dunkelhäutiges Adoptivkind dem blonden Kind, das neben ihm saß, und konnte es gar nicht fassen. Anlass hierfür war die erlebnispädagogische Veranstaltung „Gemeinsames Klettern“ für Adoptivkinder und adoptierte Jugendliche in der Kletterhalle Rosenheim in Stephanskirchen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle der Landkreise Ebersberg, Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Rosenheim, Traunstein und der Stadt Rosenheim.

Nachdem die erste Kletteraktion vor einem Jahr bei den Kindern auf große Begeisterung stieß, fand dieses Treffen der Adoptivkinder in diesem Jahr wieder in der Kletterhalle in Stephanskirchen statt. Nach einem spielerischen Einstieg zum gegenseitigen Kennenlernen und einer stärkenden Brotzeit wärmte sich die Gruppe zunächst an der Boulderwand auf, ehe es in Kleingruppen in die Höhe ging.

Hierbei wurden die 15 Adoptivkinder im Alter zwischen 10 und 14 Jahren von ausgebildeten Trainerinnen der Kletterhalle betreut und unterstützt. Die Kinder kletterten nach der allgemeinen Einführung so hoch, sie es sich zutrauten bzw. wie auch die Vorerfahrungen waren. Hier konnten einige Kinder die tolle Erfahrung machen, dass sie „mehr“ geschafft haben, als sie sich zunächst zugetraut hatten. Auch das Abseilen kommentierten viele mit „Das war echt voll cool!“.

Die Adoptivkinder hatten viel Spass miteinander und waren sich in der Abschlussrunde alle einig, dass sie nächstes Jahr wieder eine gemeinsame Veranstaltung haben wollen. Hierbei brachten sie viele neue Aktionsideen ein, wie reiten, Fußball spielen oder bowlen.

Als nächste Veranstaltung der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle ist der jährliche Adoptivfamilienausflug auf die Doagl Alm im Juni geplant.

Neben Beratung rund um das Thema Adoption und der Vermittlung von Adoptivkindern, der Eignungsüberprüfung von Bewerberpaaren, sowie familiengerichtlichen Stellungnahmen bieten die Mitarbeiterinnen der Gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle regelmäßig Fortbildungen für Adoptiveltern und freizeitpädagogische Angebote an, um den Kontakt zu halten die Vernetzung untereinander zu fördern.

Es wird immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, das Gefühl „Ich bin nicht alleine!“ zu stärken. Es ist ganz normal, adoptiert zu sein, und eben doch anders.

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