Erfolg gegen Auto-Poser Szene

Fahrzeug sichergestellt - Kochtopf war Bestandteil der Radaufhängung

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Rosenheim – Nach dem illegalen Straßenrennen am 4. April durch einen 24-jährigen Rosenheimer, dessen Fahrzeug sowie Führerschein beschlagnahmt wurden, konnte die Rosenheimer Polizei einen weiteren getunten BMW aus dem Verkehr ziehen. Das Gutachten eines Sachverständigen ergab „schwere verkehrsgefährdende Mängel“. So war beispielsweise ein Kochtopf Bestandteil der gesamten Radaufhängung.

Die Polizeiinspektion Rosenheim kontrollierte am vergangenen Mittwoch gegen 23:30 Uhr einen getunten Pkw an einer Tankstelle in der Äußeren Münchener Straße. Hierbei stellten die Beamten diverse nicht eingetragene Veränderungen am Fahrzeug fest. Zudem wurde offenbar das Fahrwerk umgebaut. Nach Sicherstellung und Abschleppung des BMW wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Der Sachverständige staunte nicht schlecht, als er am Fahrwerk einen verbauten Kochtopf zur Stabilisierung der Feder feststellte. Zudem wurden weitere gravierende Mängel an der Karosserie festgestellt. Der Pkw wurde sofort aus dem Verkehr gezogen. Neben den Kosten für die Abschleppung und das Gutachten erwartet den 21-jährigen Fahrer aus Stephanskirchen eine Anzeige die mit mehreren hundert Euro Bußgeld sowie einem Punkt geahndet wird.

Gestern fand auf einem Parkplatz an der Georg-Aicher-Straße ein angemeldetes Tuningtreffen statt. Zahlreiche Tuningfans aus dem Landkreis kamen auf ihre Kosten und durften Fahrzeuge aller Marken bestaunen. Die Polizei führte auch hier im Umkreis mehrere Kontrollen sowie Geschwindigkeitsmessungen durch. Lediglich ein Fahrzeug musste wegen erlöschen der Betriebserlaubnis aufgrund einer fehlerhaften Radkombination beanstandet werden. Hier zeigte sich, dass die überwiegende Mehrheit der Tuner auf die ordnungsgemäße Eintragung ihrer Fahrzeuge achtet.

 

Polizeioberrat Volker Klarner (Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim) dazu:

„Es freut mich, dass uns wieder ein erfolgreicher Schlag gegen die Auto-Poser-Szene gelungen ist. Wir wollen mit unseren gezielten Maßnahmen keinen Generalverdacht gegen Autotuner erheben, jedoch bei auffälligen Personengruppen konsequent alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Damit unsere Straßen sicher sind und auch sicher bleiben, werden die Kontrollmaßnahmen mit zivilen sowie uniformierten Kräften verstärkt fortgesetzt. Bei illegalen Autorennen sowie verkehrsgefährdenden Umbauten an Fahrzeugen gilt Null Toleranz.“

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