Kolbermoor: Bezaubernder Barockzauber

Start des Maxlrainer Kultursommers - Dagmar Gareis, Marinus Wagner und Gerhard Franke begeistern Publikum

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Kolbermoor – Mit  der Wahl der Künstler und dem Ort der Veranstaltung hatten die Verantwortlichen des Kulturfördervereins offenkundig die richtige Wahl getroffen. Vor großem Publikum in der Pfarrkirche Wiederkunft Christi in Kolbermoor überzeugten die nicht nur in der Region bekannten Interpreten Dagmar Gareis (Sopran), Marinus Wagner (Trompete) und Gerhard Franke (Orgel) die Besucher.

Zu den Künstlern:

Dagmar Gareis erhielt ihren ersten Gesangsunterricht bei Heide Hauser, einem musikalischen Kolbermoorer Urgewächs (u.a. als Leiterin des Frauenchors der Stadtsing- und Musikschule)  und studierte Gesang bis zum Abschluss zur staatlich anerkannten Chorleiterin für Laienchöre beim Bayerischen Sängerbund. Sie schloss eine Ausbildung als Stimmtrainerin in Wien erfolgreich ab und arbeitet als Stimmtrainerin und Konzertsängerin.

Marinus Wagner studierte am Würzburger Konservatorium und an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Er brachte sich aktiv im Luftwaffenmusikkorps Neubiberg ein und ist seit 2014 beim Gebirgsmusikkorps in Garmisch-Partenkirchen.

Gerhard Franke ist seit 20 Jahren hauptamtlicher Kirchenmusiker und zugleich Dekanatsmusikpfleger in Bad Aibling. Nach Studium am „Mozarteum“ in Salzburg mit Kirchenmusik-A-Diplom und Konzertreifediplom Orgel 1995 besitzt er einen Lehrauftrag für Kirchenmusik der Erzdiözese München und Freising. In der hiesigen Region ist er bekannt als künstlerischer Leiter des „Kolbermoorer Orgelmittwoch“ und der Konzertreihe „pizzicato“.

Auftakt des Konzerts war ein Werk von Antonio Vivaldi aus dem Concerto a-moll von J.S. Bach für Orgel bearbeitet. Gerhard Franke stellte am Spieltisch und der Klaviatur sein Können an diesem Instrument unter Beweis mit kräftigem Gesamtklang, dem „typischen Orgelklang“, bis hin zu sanften, flötenartigen Tönen. So entwickelte er die ganze Bandbreite verschiedener  Klangfarben und Tonhöhen, die die Zuhörer in ihren Bann zog.

Auch Marinus Wagner entlockte seiner Barocktrompete, sei es bei Begleitung oder den Soli eine überzeugende Klangfülle, die besonders bei der Begleitung der Gesangssoli hervorragend abgestimmt harmonierte. Auch er vermochte mit seinem Instrument die ausgezeichnete  Akustik der Kolbermoorer Kirche zu nutzen, ohne das Orgelspiel oder gar die Gesangstücke der Sopranistin Gareis zu übertönen.

Letztere überzeugte mit ihren Beiträgen und besonders den Soli als einfühlsames Pendent zu den Instrumenten. Sehr beeindruckend war das von Dagmar Gareis gesungene und von Orgel und Trompete begleitete Ave Maria von Giulio Romano Caccini. Mit dieser Interpretation fand sie spürbar den Weg zu Seele und Herz der Zuhörer, was auch beim lang anhaltenden Beifall am Schluss des Konzerts mit einem Werk von Georg Friedrich Händel aus dem „Gloria“ spürbar wurde. Hannes Rott, der Künstlerische Leiter des Kulturvereins, bezeichnete bei der Vorstellung es Kultursommer-Programms die Sopranistin nicht ohne Grund als „Nachtigall des Mangfalltals“.

Die Zuhörer bedankten sich mit anhaltendem Applaus; der Kulturförderverein mit Sepp Ranner (Foto o., l.) als Vorsitzender, Hannes Rott als künstlerischer Leiter und Resi Englhart (2. Vorsitzende) dankten den Künstlern mit je einem farbenprächtigen Blumenstrauß.
Text & Fotos: Lutz Ellermeyer

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