Bad Aibling: Heute Blutspende

Von 15 Uhr bis 20 Uhr im BRK-Haus - alle Infos zur Blutspende

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Bad Aibling – Ein kleiner Pieks und ein geringer Aufwand können Leben retten! Heute ist von 15 Uhr bis 20 Uhr wieder Blutspende-Termin im BRK-Haus Bad Aibling in der Kolbermoorer Straße 14. Was für viele Menschen schon Gewohnheit ist, mag für die anderen Premiere sein. Trotzdem: Blutspenden ist kein Drama und darüberhinaus auch für die Spender noch gesund. Denn wenn der Körper dazu angeregt wird, das Blut anschließend wieder neu zu bilden, wirkt sich das positiv auf das Allgemeinbefinden aus.  Und so läuft eine Blutspende ab:

• Der erste Schritt ist die Anmeldung. Dort werden zuerst die persönlichen Daten geprüft. Hierfür werden der Blutspendeausweis (sofern bereits vorhanden) oder der Personalausweis benötigt. Danach muss ein Fragebogen bezüglich der gesundheitlichen Vorgeschichte ausgefüllt werden.

• Im zweiten Schritt kommt die ärztliche Untersuchung. Es werden Blutdruck, Puls und Körpertemperatur gemessen. Nach Überprüfung der Kreislauffunktionen wird mit dem Arzt der zuvor ausgefüllte Fragebogen besprochen. Der Arzt entscheidet dann, ob Blut gespendet werden darf.

• Danach wird der Hämoglobintest durchgeführt. Das Labor ermittelt den Hämoglobingehalt (Blutfarbstoff) des potenziellen Spenders. Ein reduzierter Hämoglobingehalt zeigt Blutarmut an, wodurch man als potentieller Blutspender ausfällt. Bei Erstspendern findet hierbei auch eine erste Blutgruppenbestimmung im Schnelltest statt.

• Der nächste Schritt ist nun die Blutspende selbst. Ausgebildetes Fachpersonal führt die Blutentnahme durch. Das Blutspenden selbst dauert ungefähr zehn Minuten. Der Einstich wird verschlossen. Das entnommene Blut ersetzt der Körper innerhalb weniger Tage.

• Nach der Spende ist es wichtig, eine Ruhepause einzulegen. Danach sollte der Spender noch etwas essen und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Als Dankeschön für die Spende erhält man noch ein kleines Geschenk.

• Spender, die innerhalb von 12 Monaten viermal und Spenderinnen, die innerhalb von 12 Monaten dreimal ihr Blut gespendet haben, erhalten einen kostenlosen Gesundheitscheck. Jeder Spender, der einen Erstspender motiviert und zur Blutspende mitbringt, erhält diesen Check ebenfalls.

• Erstspender erhalten nach einigen Wochen per Post ihren national gültigen Blutspendeausweis, in dem folgende wichtigen Daten eingetragen sind: die genaue Blutgruppe mit Rhesusfaktor, Rhesusformel und Kellfaktor.

 

Weitere Fakten:

• Künstliches Blut für Transfusionszwecke ist nicht in ausreichender Menge herstellbar.

• Spenden kann jeder ab 18 Jahren, der gesund ist und dessen Körpergewicht mehr als 50 kg beträgt.

• Erstspender sollten höchstens 64 Jahre alt sein.

• Etwa 500 ml Blut werden pro Vollblutspende abgenommen.

• Eine Blutspende dauert ca. 10 Minuten. Insgesamt sollte für Anmeldung, Imbiss, Arztgespräch und Spende ca. eine Stunde eingeplant werden.

• Männer können jährlich bis zu sechsmal spenden, Frauen bis zu viermal, da es bei Frauen etwas länger dauert, den Eisenhaushalt wieder zu normalisieren.

• Der BSD bietet in Bayern etwa 4.500 Blutspendetermine pro Jahr an. Alle Termine der nächsten sechs Wochen finden Sie unter www.blutspendedienst.com/termine

• Jedes Jahr am 14. Juni wird der Weltblutspendertag gefeiert. An diesem Tag steht die besondere Leistung der Blutspender und Ehrenamtlichen im Fokus und soll gefeiert und honoriert werden. Darüber hinaus wird in der gesamten Woche auf das Thema Blutspende und deren Bedeutung aufmerksam gemacht.

• Es gibt verschiedene Arten der Blutspende: die Vollblutspende und die Apherese zur Gewinnung von Blutbestandteilen, wie Plasma und Thrombozyten.

• Die Zulassung zur bzw. den Ausschluss von der Blutspende regelt § 12 des Transfusionsgesetzes (vorgegeben Bundesgesundheitsministerium). Zwei Kriterien sind dabei maßgeblich: der Schutz der spendewilligen Person sowie der Schutz des Empfängers.

• Gespendetes Blut wird gründlich auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis und Syphilis untersucht, um die Übertragung dieser Krankheiten zu minimieren. Wichtig zu wissen: direkt nach einer Infektion gibt es eine sogenannte Fensterphase in der z.B. der HI-Virus bzw. die virusspezifischen Antikörper im Blut nicht nachweisbar sind.

Quelle: BRK

Foto: © BSD des BRK, Guido Rehme

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