Auch Vererben will gelernt sein!

Informationsabend der SPD AG 60plus in Bad Aibling mit Dr. Jürgen Schlögel

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Bad Aibling – „Ich bin überwältigt. Mit soviel Interesse hätte ich niemals gerechnet.“ Das sagte der Kreisvorsitzende der Arbeits­gemeinschaft 60plus der SPD Rosen­heim–Land und Mitglied im Landesvorstand der SPD AG60plus, Heinz Oesterle, zu Beginn seiner Begrüßung im überfüllten Wintergarten des Johannisbades Bad Aibling.

Foto: Dr. Jürgen Schlögel, Alexandra Burgmaier, Heinz Oesterle (v.l.)

Unter den Anwesenden war auch die stellvertretende Landrätin und SPD-Landtagskandidatin für den Stimmkreis Rosenheim-West, Alexandra Burgmaier. Sie folgte ebenso erwartungsvoll und gespannt dem Vortrag von Dr. Jürgen Schlögel, seit 2012 Notar in Bad Aibling. Dieser erläuterte juristisch fundiert aus seiner täglichen Praxis, welche „Klippen“ das Erbrecht aufweist, was geregelt werden kann (und muss) und weshalb jeder, der Zwist und Zwietracht unter den Erbenden vermeiden möchte, gut daran tut testamentarische Festlegungen zu treffen.

Erstaunlich – nicht nur aus seiner Sicht – dass lediglich 15-20 Prozent der Bevölkerung ein Testament machen und somit im Todesfalle die gesetzliche Erbfolge zum Tragen kommt. In welche verwandtschaftlichen Verästelungen das Erbe dann eventuell aufgeteilt werden muss und welche Nachteile daraus zum Beispiel bei einem Familienbetrieb entstehen können machte der Referent an mehreren Beispielen deutlich. Und er wies darauf hin, dass Erbengemeinschaften häufig im Streit enden. Vermeiden lässt sich dies durch ein Testament. Hier regelt der Erblasser die Verteilung seines Vermögens durch Erbeinsetzung und Erbquoten, kann Auflagen festlegen und beispielsweise einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Schlögel ging auf die Fragen nach den Steuerfreibeträgen ebenso ein wie auf das klassische Modell der Schenkung (Übertragung eines Vermögenswertes zu Lebzeiten) und wies darauf hin, dass bei allen Überlegungen zur Gestaltung des Erbes stets die gesetzlichen Pflichtteilansprüche zu beachten sind. Auf wieviel Interesse die Ausführungen von Dr. Schlögel stießen, deuteten bereits die während des Vortrages gestellten und – sofern keinen Einzelfall betreffend – stets beantworteten Fragen an.

Mit einem großen Dankeschön an Dr. Schlögel für den hervorragenden Vortrag, an die vielen Zuhörer und Zuhörer­innen für die lebhafte Diskussion und an die Verantwortlichen der AG 60plus, namentlich deren Vorsitzenden Heinz Oesterle, für das Engagement jährlich solche fachlichen Top-Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, schloss Alexandra Burgmaier im Namen des gesamten SPD-Kreisvorstandes diesen äußerst interessanten Abend.

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