Weihenlinden: Balsam für Ohren und Seele

Mit Mariensingen Mutter Gottes geehrt und „Aktion für das Leben“ unterstützt

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Bruckmühl/Weihenlinden – Zwischen  Bruckmühl und Bad Aibling liegt die herrliche, barocke Wallfahrtskirche Weihenlinden. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Es gibt einen zweigeschossigen barocken Hochaltar und dahinter die Gnadenkapelle aus dem 18. Jahrhundert mit der berühmten spätgotischen Madonna. Das Innere der dreischiffigen Basilika ist mit zahlreichen Stuckaturen und Fresken ausgeschmückt. Der bestgeeignete Ort, an den der Kulturförderverein Mangfalltal zum 17. besinnlichen Mariensingen eingeladen hatte. 

Resi Englhart, der zweiten Vorsitzenden des Vereins, war es gelungen, für dieses besinnliche Konzert vier Volksmusik- und Singgruppen aus der Region zu gewinnen. Pater Anton Lötscher begrüßte die zahlreichen Zuhörer, darunter auch MdL a. D. und 1. Vorsitzender Sepp Ranner, den Bruckmühler Altbürgermeister Franz Xaver Heinritzi sowie Vertreter der „Rosenheimer Aktion für das Leben“ und er erteilte später auch den Schlusssegen.

Ausführende Musikanten und Sänger waren diesmal der Hamberger Viergesang, die Inntaler Sänger (Foto), die Dettendorfer Saitenmusik sowie die Bläser der Schönauer Musi. Letztere stimmten mit einem wohl intonierten Musikstück die Besucher auf dieses besondere Kirchenkonzert ein. Sich abwechselnd verstanden es sowohl Sänger als auch Musikanten mit ihren Instrumenten die Zuhörer auf die Reise der sowohl sakralen als auch volkstümlichen Weisen mitzunehmen. Mediative Texte des besinnlichen Abends sprach Eva-Marie Martius mit einfühlsamen Worten und Inhalten.

In ihrer textlichen Begleitung des zu Herzen gehenden Musikabends ging sie zunächst auf Geschichte und Bauwerk der 1653 erbauten Kirche ein, die nach Entdeckung einer Heilquelle als Wallfahrtskirche zu einem beliebten Ziel für Pilger wurde. Spürbar ist in diesem Gotteshaus die von den Gläubigen tief empfundene Marienverehrung, der Eva-Marie Martius große Teile ihrer mediativen Texte gewidmet hat. Wie ein roter Faden zieht sich durch ihre zu Herzen gehende textliche Begleitung des gelungenen Musik- und Gesangsabends ihre Rezitation der Desiderata („Lebensregel von Baltimore“) bzw. der Lebensweisheit des amerikanischen Rechtsanwalts Max Ehrmann, der mit einfachen Worten verdeutlicht, was im Leben wirklich wichtig sein sollte. „Geh Deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektik dieser Zeit und behalte im Sinn Deinen Frieden, der in der Stille wohnt“. Dazu gehören: Zuhören können und mit Menschen auszukommen ohne sich aufzugeben, wie auch das Streben nach Idealen, aber auch das Recht da zu sein. Der Mensch solle nicht verzweifeln bei Trug und Mühsal; denn trotz zerbrochener Träume sei die Welt doch wunderschön. „Sei gut zu Dir, strebe danach glücklich zu sein“, so rezitierte Eva-Marie Martius aus der Desiderata.

Ihre eindringlichen Worte wurden hervorragend musikalisch unterstrichen von den vier Musik- bzw. Gesangsgruppen, deren intonierten sakralen Beiträge ebenfalls die Herzen anrührten. Ohne eine Gruppe besonders hervorheben zu wollen, wurde das Angelus-Gebet, besser bekannt als „Der Engel des Herrn“ (Volksweise aus Südmähren) als besonders eindrucksvoll empfunden, verband es doch Marienverehrung, Lesung und Musikerleben in ausgezeichneter Harmonie. „Auch Sterne prallen zusammen und es entsteht etwas Neues. Heute weiß ich, das ist Leben“, so schloss Eva-Marie Martius ihre Lesung.

Der Spendenerlös des Konzerts in Höhe von 1.540 Euro wurde von Josef Ranner noch am gleichen Abend übergeben an die Vorstandschaft der „Rosenheimer Aktion für das Leben“, deren zweiter Vorsitzender Josef Bauer sowie die Geschäftsführerin Brigitte Plank der denkwürdigen Benefizveranstaltung beigewohnt hatten. Lutz Ellermeyer

 

Foto oben: Spendenübergabe mit künstl. Leiter Hannes Rott, Franz Heinritzi, Brigitte Plank, Josef Bauer, Resi Englhart und Sepp Ranner (v.l.)

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