Gedanken des Tages

Neu auf der AIB-Stimme - Anderls tägliche Kopfwäsche - heute geht's um Rente

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Servus. In der vergangenen Woche habe ich in meinem Newsletter-Kommentar angekündigt, dass sich im Mai so einiges ändern wird bei mir und auf der AIB-Stimme. Eine erste sichtbare Maßnahme sind die „Gedanken des Tages“. Und zwar deshalb, weil bei mir tagtäglich Millionen von Gedanken, Ideen, Überlegungen durch das Gehirnkastl zischen. Wie ein ständiges Feuerwerk. Manche sind da nur für mich, andere sind wiederum welche, die es wert sind, von anderen Menschen ebenfalls gedacht oder zumindest registriert zu werden.

Gedanken, losgelöst von lokalen Themen. Gedanken über Gesundheit, Gesellschaft, Geld und über noch viel mehr. Warum ich das im Untertitel „Anderls Kopfwäsche“ genannt habe? Weil damit wohl zuallererst der Schädel gewaschen wird, der mir am nächsten ist – nämlich meiner. Und wenn dadurch jemand anders in manchen Dingen ebenfalls zum Nachdenken kommt, ist das umso besser.

Jetzt lassen wir die Einleitung aber mal einfach sein und kommen zum heutigen Thema. Auch da galoppieren wieder x Themen durch mein Gehirn. Wo anfangen, wo aufhören? Über meine Steckenpferde Gesundheit und Ernährung, Ethik und Moral schreiben? Ganz bestimmt bald. Das, was mich heute in der Früh jedoch am meisten getroffen hat, ist ein Gebiet, mit dem ich mich, obwohl ich dem Teenie-Alter schon entwachsen bin, noch nicht wirklich beschäftigt habe. Allerdings – und das kann kein Zufall sein – bin ich jetzt plötzlich innerhalb einer Woche gleich zweimal drüber gestolpert: über die Rente.

Die kam in einem Vortrag, den ich mir heute schon während meiner Frühsport-Einheit auf dem Ergometer reingezogen habe, unvermittelt wieder zur Sprache. Unvermittelt, weil’s eigentlich ein Vortrag über Selbststeuerung und Selbstmotivation war. Und doch hat es gepasst und wurde zudem so anschaulich dargelegt, dass ich gar nicht darüber wegsehen konnte. Denn wir alle, die wir noch arbeitend sind, denken und leben erst mal im Hier und Heute. Für die Rente zahlt man eben was ein oder legt im besten Fall noch monatlich was extra weg. Doch reicht das wirklich? Die meisten Menschen müssen als Rentner trotzdem Einkommens-Einbußen von 30 bis 50 Prozent hinnehmen. Sie haben dann allerdings täglich acht bis zehn Stunden mehr Freizeit, um das Geld auszugeben.

Was also tun? Ansparen? Ist meiner Meinung nach nur ein suboptimaler Weg. Denn die gesparte Summe ist irgendwann einmal weg. Und wenn man Pech hat, lebt man noch viele Jahre länger weiter als zuerst berechnet. Nein, ich denke, dass man sich schon heute, in Zeiten, in denen man noch Kraft, Ideen und Visionen hat, nebenbei aktiv um die Rente kümmern muss. Was konkret bedeutet, man muss sich etwas schaffen, das einem auch im hohen Alter fortwährendes Einkommen garantiert.

Das ist nicht in vielen Branchen möglich und soll nicht bedeuten, dass man als Rentner noch Minijobs durchziehen muss. Es ist vielmehr sinnvoller, konsequent und Stück für Stück an einem passiven Einkommen zu arbeiten. Das ist zwar anstrengend im Moment, entspannt aber auf längere Sicht, wenn man sich seine Zukunft vor Augen führt. Hier muss auch ich genau in den Spiegel schauen. Weil der innere Schweinehund oft ganz laut grunzt und bellt. Und doch bin ich froh, dass ich mal wieder wie in dem Vortrag heute Früh einen vor den Latz geknallt gekriegt habe, das mich an später denken lässt. Denn fast in jeder Umfrage, die den Deutschen in Bezug auf das spätere Leben gestellt wird, bekommt der Punkt „Ich habe Angst vor Altersarmut“ ganz hohe Prozentzahlen. Da will ich einfach nicht dazugehören und habe deshalb die Wahl: Laissez faire oder Gas geben? Solange mein rechter Fuß noch zuckt, gebe ich Gas. Ihr auch?

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