Ministerin kam zum Gratulieren

Logistik-Kompetenz-Zentrum in Prien feiert 20-jähriges Bestehen

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Vor 20 Jahren nahm in Prien das Logistik-Kompetenz-Zentrum seinen Betrieb auf. Die Gründung war eine Initiative des ehemaligen Münchner Messe-Chefs Gerd vom Hövel (heute Ehrenpräsident des LKZ) und vom ehemaligen Leiter des Fraunhofer Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund, Prof. Dr. Dr. Reinhardt Jünemann. Mit dem Zentrum sollten sowohl die wirtschaftliche Bedeutung des Chiemgaus gesteigert als auch neue und moderne Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Initiative wurde von Anfang an vom damaligen Priener Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger und vom damaligen Rosenheimer Landrat Dr. Max Gimple aktiv unterstützt. Die drei Gesellschafter bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde waren der Landkreis Rosenheim, die Marktgemeinde Prien und die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.

Heute, 20 Jahre nach der Gründung, hat das LKZ in Prien 80 Mitarbeiter mit 15 Unternehmen und einen Jahresumsatz von rund 25 Millionen Euro. Von rund 30 Netzwerkpartnern aus aller Welt kommen jährlich rund 2.000 Besucher nach Prien und an den Chiemsee.

Höhepunkt der persönlichen Kommunikation ist alle zwei Jahre das Symposium „Logistik und Verkehr“, heuer mit 350 Teilnehmern aus vielen europäischen Ländern.

Diese konnte Karl Fischer, seit LKZ-Gründung dessen Geschäftsführer, für mehrere Tage im Chiemgau willkommen heißen. In seinen Grußworten machte Fischer deutlich, dass die Logistik nach der Automobil-Industrie und nach dem Handel in Deutschland die drittgrößte Wirtschaftskraft darstellt. „Im digitalen Zeitalter und in Zeiten der Globalisierung und Grenzöffnungen dürfen wir uns nicht auf Insel-Lösungen versteifen“, so Fischer, der unter den Gästen auch den ehemaligen Landtagsabgeordneten Adolf Dinglreiter als einen Mann der ersten Stunde willkommen hieß. Höhepunkt des Symposiums war ein Staatsempfang, zu dem die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (zugleich als zuständige Ministerin für Wohnen, Bau und Verkehr) in den Spiegelsaal im Königsschloss von Herrenchiemsee eingeladen hatte. Dabei sagte sie: „Das LKZ ist eine große Größe im Alpenraum, die Logistik ist mehr als nur Transport und Karl Fischer ist ein hervorragender Lenker und Denker im Sinne von Verbesserungen für die Mobilität von Menschen und Waren“.

Zu den aktuellen Transport- und Verkehrsproblemen über die Alpen setzt Ministerin Aigner auf verstärkten Dialog mit den Nachbarländern, unter anderem beim zweiten Brenner-Gipfel im Juni in Bozen. Nach dem Empfang mit einem fachlichen Podiumsgespräch im Spiegelsaal gab es noch eine Einladung zum Abendessen in der Schlosswirtschaft von Herrenchiemsee. Für bayerische Brauchtums-Eindrücke sorgten zwischendurch aktive Dirndl und Buam vom Trachtenverein Prien sowie die Jungen Hinterberger Musikanten.

Anton Hötzelsperger/Samerberger Nachrichten

 

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