Gedanken des Tages

Anderls Kopfwäsche - heute geht's um fern sehen

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Der Sonntagabend ist vielen Familien heilig. „Tatort“-Zeit. Und auch bei mir zuckt es manchmal durch den Kopf, wenn ich da keinen anderen Termin habe: „Sollte ich nicht einfach mal einschalten und mich berieseln lassen?“ Ja, das ist oft schön, hat aber auch was von Fastfood. Denn meistens, wenn ich das getan habe, blieb bei mir so ein komisches leeres Gefühl zurück. Was aber stattdessen tun? Lesen taugt nicht immer. Arbeiten schon gar nicht 🙂 Und sich ständig Gedanken über Gott und die Welt …

… machen ist auch nicht immer zielführend. Stattdessen habe ich mich an diesem Sonntag wie so oft wieder aufgerafft und habe noch einen sportlichen Spaziergang gemeinsam mit meiner Tochter gemacht. Zum Verständnis: „sportlicher Spaziergang“ ist wie Nordic Walking ohne Stöcke – einfach schnell gehen und immer noch miteinander reden können.

Das wurde wieder mal belohnt und zum x-ten Mal gab’s für mich/uns die Erkenntnis: Schöner „fern sehen“ als bei uns geht ja schon gleich gar nicht. Überall grüne Wälder, Wiesen, Panorama, grasende Kühe, Pferde, Rehe – kitschig wie in einem Heimatroman, aber Balsam für Augen und ein Seelenstreichler erster Güte. So wertvoll wie eine Sitzung bei einem Mentalcoach oder Psychologen. Dazu viel Ruhe und friedliche Abendstimmung. Frei nach dem Motto: „Unbezahlbar – für alles andere gibt es die ???Card“. Aber im Ernst, das ist mehr wert als jeder Fernsehkrimi, kostet keine Gebühren und wirkt auch noch Tage später nach. Am Ende bleibt die klare Erkenntnis, dass die schönsten und gehaltvollsten Erlebnisse oft die einfachsten und günstigsten Dinge sind. Und das Allerschönste: Wer den Einschaltknopf dazu in seinem Kopf gefunden hat, braucht keinen Fernseher mehr.

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