Pietzing: Eichenprozessionsspinner am Strandbad

Landkreis Rosenheim lässt die Raupen zum Schutz der Badegäste absaugen

image_pdfimage_print

Pietzing – Auf dem Simssee-Badeplatz in Pietzing wird am Dienstag kommender Woche eine Aktion gegen Raupen des Eichenprozessionsspinners durchgeführt werden. Der Landkreis Rosenheim beauftragte eine Fachfirma, die Gespinste samt Raupen abzusaugen. Betroffen sind etwa 15 Eichen.

Eine Sperrung des Platzes ist nicht notwendig. Die Badegäste sind aber aufgefordert, die Informationen auf den bereits aufgestellten Hinweisschildern zu beachten. Derzeit werden sie immer wieder ignoriert, Eltern lassen sogar kleine Kinder unter den befallenden Bäumen spielen. Dabei können die Raupen des Eichenprozessionsspinners durchaus gefährlich werden, da sie bei einem Teil ihrer bis zu sechs Häutungen Brennhaare mit Widerhaken entwickeln.

Darin befindet sich ein Nesselgift. Wenn die Haut mit den Brennhaaren oder den Gespinstnestern in Berührung kommt, können sie eine Hautentzündung mit Juckreiz, Schwellungen und Bläschen verursachen. Da die Härchen leicht abbrechen, können sie auch in die Augen oder Atemwege gelangen. Hier kann der Giftstoff eine Bindehautentzündung auslösen oder zu Entzündungen in Nase, Rachen und Bronchien bis hin zu einem allergischen Asthma mit Atemnot führen.

Die Verantwortlichen des Staatlichen Gesundheitsamtes, im Sachgebiet Naturschutz und die Gartenfachberater im Landratsamt Rosenheim verwarfen deshalb eine Behandlung der Raupen mit einem biologischen Mittel. Es hätte nur mit hohem Wasserdruck ausgebracht werden können. Dabei wären die Gespinste aufgebrochen worden und die Raupen bzw. die Brennhaare hätten entweichen können.

Die Raupe des Eichenprozessionsspinners wird bis zu fünf Zentimeter lang. Die Tiere haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und goldbraunen Warzen mit langen Haaren. Die Nester des Spinners können bis zu einem Meter lang werden und befinden sich am Stamm oder in den Astgabeln. Die Raupen ernähren sich von den Blättern ihrer Wirtsbäume.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.