Über neun Jahre hinter Gitter

Bundespolizei verhaftet Drogenhändler bei Grenzkontrollen

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Rosenheim/Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Donnerstag einen europaweit gesuchten Drogenhändler hinter Gitter gebracht. Er war bei Grenzkontrollen in einem Fernreisezug festgenommen worden. Jetzt wartet er auf seine Auslieferung nach Italien. Dort droht ihm ein mehrjähriger Gefängnisaufenthalt.

Zunächst versuchte der Mann, sich als Algerier auszugeben. Mit Hilfe seiner Fingerabdrücke stellte sich aber heraus, dass es sich tatsächlich um einen Marokkaner handelt. Schnell wurde den Beamten klar, warum der 33-Jährige eine falsche Identität genutzt hatte. Offenbar wollte sich der Afrikaner mit fremden Personalien in Österreich eine neue Identität aufbauen, denn in Italien steht ihm nach einer Verurteilung wegen organisierten Drogenhandels eine Freiheitsstrafe von über neun Jahren bevor. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in Auslieferungshaft genommen. Bundespolizisten brachten ihn in eine Münchner Justizvollzugsanstalt. Der marokkanische Staatsangehörige wird wohl schon bald an die Justizbehörden in Italien überstellt.

Auch ein Italiener und ein Togoer waren mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt geraten. Sie wurden in der Grenzkontrollstelle der Bundespolizei auf der A93 verhaftet. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft suchte gleich mehrfach nach einem Italiener. Der 49-Jährige hat wegen Drogenhandels noch Freiheitsstrafen von insgesamt 529 Tagen zu verbüßen. Seine Reise führte direkt in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Einem Togoer hingegen blieb ein 39-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart, da er seine Justizschulden in Höhe von rund 1.600 Euro begleichen konnte. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Landshut wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

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