Gedanken des Tages

Anderls Kopfwäsche - heute geht's um Fehler

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Bei meiner Abendlektüre gestern bin ich wieder mit einem Satz konfrontiert worden, dem ich in letzter Zeit öfters begegnet bin. IBM-Gründer Thomas Watson hat die Spielregeln des Lebens so kommentiert: „Um erfolgreich zu werden, musst Du Deine Fehlerquote verdoppeln.“ Während ich das nickend las, kam mir allerdings in den Kopf, wie oft ich meistens manche Dinge nicht tue oder nicht getan habe, eben aus der Angst heraus, vielleicht etwas falsch zu machen. Da fallen mir schon einige …

… Situationen in meinem Leben ein. Klar ist das auf den ersten Blick nur menschlich. Wer will schon vor anderen Leute wie der Depp dastehen, wenn er mal wieder was nicht richtig gemacht hat?! Und doch vergibt man sich selbst dadurch jede Menge Chancen. Wer nichts riskiert, kann auch nichts gewinnen. Mir fällt da gleich Cristiano Ronaldo ein, zu WM-Zeiten darf der als Beispiel herhalten. Wie hat der doch im Champions-League-Finale einen Volleyschuss so was von kläglich daneben gesetzt. Ja, da gab’s bestimmt einige Menschen, die sich darüber schadenfroh lustig gemacht haben. Vor allem, wenn der Ronaldo einen danebenhaut. Der Unterschied: Ronaldo macht’s beim nächsten und übernächsten Mal immer wieder. Der lässt sich von seinen Fehlschüssen nicht draus bringen. Denn er weiß: wenn er einen genau trifft (ich sag nur: Fallrückzieher!) dann ist er der Held. Nein, Ronaldo hat keine Angst, Fehler zu machen.

Und unsereiner? Muss bestimmt nicht vor Milliarden Fernsehzuschauern einen Ball volley reinhauen, sondern hat meistens nur kleinere Dinge zu bewältigen. Deshalb gehe ich in Zukunft mit Cristiano Ronaldo vor Augen durchs Leben und nehme mir fest vor, mich mindestens einmal am Tag richtig zu blamieren. Macht’s doch einfach auch, dann haben wir alle was zu lachen, ungeachtet unserer Fehlerquote.

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