Bad Feilnbach: Schulsanierung Au belastet den Geldbeutel

Etwa 450.000 Euro teurer durch Baunebenkosten - andere Projekte müssen zurückgestellt werden

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Bad Feilnbach – Thomas Dumps brachte keine gute Nachrichten mit in den Gemeinderat von Bad Feilnbach. Die geplante Generalsanierung der Grundschule Au würde durch zu erwartende Nebenkosten der daran beteiligten Gewerke um rund 450.000 Euro teurer werden als geplant. Dabei, so sagte der ausführende Landshuter Architekt, sind das Kosten, die man kaum senken könne, da es sich um gesetzliche Vorgaben handeln würde. Was also tun?

Nachdem bei dem insgesamt 4,8 Millionen Euro teuren Projekt der staatliche Zuschuss von etwas mehr als drei Millionen Euro ausgeschöpft ist, hat die Gemeinde diesen Betrag dann selbst auf der Uhr. Und doch scheint es unmöglich, das Vorhaben zu stoppen. Denn zu viel Geld wurde bereits im Vorfeld in die Planungen investiert. Zudem sind in Sachen Brandschutz ohnehin dringende Renovierungsmaßnahmen nötig.

Architekt Thomas Dumps zeigte in seiner Analyse Bürgermeister Anton Wallner und den Gemeinderäten das Dilemma auf: Einsparungen an den Kosten, die durch Baurecht vorgegeben sind, sind so gut wie nicht möglich. Und auch der Gemeinderat sah ein, dass eine Zurückstellung der Sanierung die Sache nicht besser und günstiger machen würde. Auch die Variante eines Neubaus, der trotzdem immer noch zu teuer wäre, scheidet aus.

 

Skizze: So soll die renovierte Schule in Au einmal aussehen (Plan: Feigel-Dumps Architekten)

Der zweite Bürgermeister Vitus Gasteiger (CSU) sagte mit besorgter Stimme: „Ich befürchte, dass wir das Geld nicht aufbringen können. Wir geben derzeit das Geld mit beiden Händen aus, hätten wir eine dritte Hand, würden wir das mit der auch noch tun.“ Letztendlich bleibt der Gemeinde dann doch nichts anderes übrig, als, trotz der gestiegenen Kosten, die Schulsanierung weiter zu verfolgen.

Das wiederum wirkt sich auf andere gemeindliche Maßnahmen aus. Die ebenfalls anstehende Erweiterung Kindergartens „Purzelbaam“ in Au muss deshalb auf sich warten lassen, und auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Feilnbachs wurde gebeten, zu prüfen, ob die Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs nicht doch noch ein weiteres Jahr Zeit habe …

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