Gedanken des Tages

Anderls Kopfwäsche - heute geht's um Körpersignale

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So etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Am Sonntagabend hatte ich während unseres Auftritts plötzlich mal wieder richtig Bock auf Pommes. Selbstverständlich habe ich mir die dann in einer Spielpause besorgt. Und was soll ich sagen: Die ersten Gabeln gingen noch richtig gut rein, bis dann plötzlich eine Sperre kam. Jeder Bissen, so langsam und gut er auch gekaut war, verursachte mir ganz üble und stechende Magenschmerzen. Immer nach dem gleichen Muster – langsam kauen, bedächtig schlucken, Stich in den Magen,  langsam kauen, bedächtig schlucken, Stich in den Magen usw. So erschrocken ich am Anfang …

… darüber war, so froh war ich kurze Zeit später. Denn natürlich habe ich aufgegeben, die Pommes weiter zu essen. Und in all meinen Ärger, dass ich den Teller nicht leer essen konnte, kam dann das zufriedene Gefühl, dass mir mein Körper da ein ganz klares Zeichen gegeben hat. „Lass es, das tut Dir nicht gut!“, war die Botschaft. Und ich habe sie verstanden. Denn natürlich weiß ich, da ich ja meine DNA habe testen lassen, dass ich der Ernährungstyp bin, für den Fett eigentlich katastrophal ist. Also lass ich das aus meinem täglichen Speiseplan immer mehr raus und konzentriere mich eher auf die Kohlenhydrate, die ich laut meiner DNA-Analyse ganz gut vertrage und verstoffwechsle. Ausnahmen wie die Pommes an besagtem Abend sind da natürlich immer mal drin.

Während ich aber den Pommes-Teller weggeschoben habe, sind mir so viele Leute eingefallen, die sich in ähnlichen Situationen anders verhalten. Da gibt es Menschen, die sensibel auf Milchprodukte reagieren. Aber anstatt sie wegzulassen und dankbar für das Signal des Körpers zu sein, nehmen sie Medikamente, die ihnen diese Beschwerden lindern. Oder ich kenn Menschen, für die es völlig normal ist, etwas gegen Sodbrennen einzunehmen. Weil man ja nach dem Essen immer so einen vollen Bauch mit dem unangenehmen Gefühle hat. SOD – was?! Das ist nicht normal. Auch wenn es hunderte Tabletten gibt, die dieses Brennen unterdrücken.

Würde man ein bisschen in sich hinein hören, dann wäre das alles unnötig. Wie wäre es, anstatt auf irgendwelche Werbeslogans, die den Magen aufräumen wollen, eher auf seinen Magen selber zu hören? Wie gut würde es so manchen Zeitgenossen gehen, wenn sie einfach die Signale ihres Körpers beachten würden! Eigentlich wäre es eine geniale Einrichtung der Natur, wenn alles, was wir an schädlichem Zeugs zu uns nehmen, sofort und direkt heftige Schmerzen verursachen würde. Das wäre zwar für die meisten Lebensmittelkonzerne der finanzielle Ruin, doch für so viele Menschen ein heftiger Anstieg der Lebensqualität. Hören wir doch öfter mal ganz sensibel in uns hinein!

 

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