Gedanken des Tages

Anderls Kopfwäsche - heute geht's um Unvernunft

image_pdfimage_print

Da schreib ich immer was von „Kopfwäsche“. Welchen Kopf will ich de waschen? Nun, vor allem meinen eigenen. Weil es auch immer in erster Linie eine Selbstreflektion ist, wenn ich hier was schreibe. Deswegen geht’s heute um Unvernunft. Denn es ist WM-Zeit. Und da fängt mich die Vergangenheit ein. Man sitzt so wie heute abends vor der Glotze, sollte eigentlich noch dieses und jenes tun, dann auch pünktlich ins Bett gehen, doch dann gibt’s Verlängerung und Elfmeterschießen, und alle guten Vorsätze sind dahin. Es regiert …

… die Unvernunft. Warum? Obwohl man weiß, dass man es am nächsten Tag bereuen wird, bleibt man länger auf, verschiebt eine heute wichtige Arbeit auf morgen – und macht sich noch ein Getränk mehr zurecht als üblich. Und was soll ich dazu sagen? Es ist einfach schön. Erinnerungen werden da wach. An WM-Abende, an denen Deutschland gegen Frankreich im Halbfinale noch einen 0:2-Rückstand wett gemacht hat und Toni Schumacher eigentlich hätte dunkelrot sehen müssen, auch das 90er Elfmeterschießen gegen England war unvergesslich. Und immer war ich unvernünftig. Habe laut Musik gehört, gefeiert und gebechert. Heuer ist Deutschland schon längst raus, doch das WM-Feeling bleibt. Vielleicht will man’s auch ganz bewusst erhalten, weil man damit so viel schöne Erinnerungen verknüpft. Man will schöne und spannende Spiele sehen, und man will ein bisschen über die Stränge schlagen dürfen. Irgendwie ist das auch schon der vorgezogene Urlaub. WM, Sommer und kurze Nächte. Auch wenn man’s am Tag darauf auch bereuen mag: A bisserl Unvernunft kann einfach so viel Spaß machen. Und morgen schreib ich vielleicht was über Disziplin … 😉

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.