Unternehmen zu Besuch im Landratsamt

Landrat Wolfgang Berthaler hatte geladen - Behörde in stetem Wandel

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Rosenheim – Nach umfangreichen Reformen in der Verwaltungsstruktur hat Landrat Wolfgang Berthaler jetzt Unternehmen aus der Region ins Rosenheimer Landratsamt eingeladen. Es ging darum, sich kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und die Unternehmen mit den Zuständigen in der Behörde zusammenzubringen. Über 60 Unternehmerinnen und Unternehmer waren der Einladung in den großen Sitzungssaal gefolgt.

Zunächst begrüßte Berthaler die Gäste und stellte ihnen das Rosenheim Landratsamt und die Arbeit der Behörde kurz vor. „Es ist uns wichtig uns vorzustellen, damit Sie wissen, wer hier im Haus der Ansprechpartner für Ihr Unternehmen ist“, sagte Berthaler. „Wir wollen uns mehr zum Dienstleister hin entwickeln“, sagte Berthaler und übergab das Wort an Inga Thiemicke.

 

Auch für die Leiterin der Bauabteilung ist „Mehr Bürger- und Unternehmensfreundlichkeit„ ein wichtiges Anliegen. „Wir sind im steten Wandel und steten Wachstum“, sagte Thiemicke über ihre Abteilung. Pro Jahr werden hier über 3.600 Fälle und Anträge behandelt. „Transparenz und die Nachvollziehbarkeit unserer Arbeit ist uns wichtig“, sagte sie. Außerdem wolle man schneller werden. Dies soll zum einen mit mehr Personal, zum anderen mit modernerer Software passieren. So soll das Onlineportal in den kommenden Monaten und Jahren deutlich verbessert werden.

 

Als Nächster stellte Dr. Rasso Ludwig seine Abteilung „Gesundheit, Veterinärwesen, Verbraucherschutz und Umwelt“ vor. Diese Abteilung beinhaltet sechs verschiedene Sachgebiete mit rund 150 Mitarbeitern, die derzeit auf vier Standorte in Rosenheim und Bad Aibling verteilt sind. Diese Abteilung wickelt unter anderem große immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für Gewerbebetriebe ab und ist dann zuständig, wenn durch ein Vorhaben eine wasserrechtliche Frage berührt wird, etwa wenn ein Unternehmen in der Nähe eines Sees oder Flusses bauen will. Behandelt werden weiterhin die naturschutzrechtlichen Fragestellungen insbesondere bei Bauvorhaben. Sie ist auch zuständig, wenn es um ein erlaubnispflichtiges Gewerbe geht.

 

Auch das Team der Wirtschaftsförderung stellte den Unternehmerinnen und Unternehmern ihre tägliche Arbeit vor. Wie dessen Leiter Richard Weißenbacher sagte, habe der Landkreis Rosenheim bereits 1986 einen Wirtschaftsförderer bestellt und sei damit einer der ersten Landkreise in Bayern gewesen. „Wir sehen uns als Ansprechpartner für Gründer aber auch als Helfer und Vermittler für Unternehmen in der Region“, sagte Weißenbacher. Zum einen bietet die Wirtschaftsförderung ein großes Beratungsangebot, von den Wirtschaftssenioren bis hin zur Energieberatung. Zum anderen helfe man aber auch Unternehmen, wenn diese sich vergrößern wollen und geeignete Flächen suchen. Ebenfalls zur Arbeit der Wirtschaftsförderung gehört das digitale Gründerzentrum „Stellwerk 18“. Diese ist bereits in der jetzigen Übergangslösung zu 90  Prozent ausgelastet. Im September steht der Umzug in den Neubau am Bahnhof an. Von den rund 30 Büros dort sind fast alle schon reserviert. „Vier könnten noch angemietet werden“, so Weißenbacher.

 

Im Anschluss stellten Manuela Dammköhler und Brigitte Plank die „Rosenheimer Aktion für das Leben vor“. Der Verein hilft Eltern und Kindern aus der Region, die in eine Notlage geraten sind. Wie die beiden Geschäftsführerinnen berichteten, nahmen im vergangenen Jahr 242 Familien in Stadt und Landkreis Rosenheim dieses Angebot in Anspruch. Die Tendenz ist allerdings seit Jahren steigend. 72 Prozent der Betroffenen seien alleinerziehende Mütter und Väter.

 

Landrat Wolfgang Berthaler bedankte sich bei allen Unternehmerinnen und Unternehmern für ihr Kommen und lud sie auf eine kleine Führung durch den Erweiterungsbau des Landratsamtes sowie einen gemütlichen Ausklang des Abends mit Buffet, der Stoaberg-Musi und Gesprächen ein.

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