„Es ist schön geworden“

Einweihungsfeier des neuen Prechtl-Markts in Bad Feilnbach - viele Produkte aus der Region

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Bad Feilnbach – Eines war allen Beteiligten klar: Vom ersten Spatenstich im März 2017 bis zur Eröffnung heute am Donnerstag – das war eine äußerst sportliche Aktion. Denn an der Kufsteiner Straße gegenüber des Rathauses entstand in dieser Zeit der neue Prechtl-Markt in Bad Feilnbach, inklusive einer großen, teils überdachten Parkfläche sowie Wohn- und Geschäftsräumen. Doch es hat tatsächlich geklappt. Der Gebäudekomplex auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände wurde rechtzeitig fertig, ab sofort hat die Gemeinde in der Ortsmitte ein attraktives Nahversorgungszentrum.

Und so war Inhaber Andreas Prechtl (Foto) auf der Einweihungsfeier die Erleichterung über diese Punktlandung ins Gesicht geschrieben. Vor vielen geladenen Gästen wie Mitgliedern der Feilnbacher Vereine, Bürgermeister und Gemeinderäten sagte er sichtlich stolz: „Es ist schön geworden!“ Dann ging er ins Detail, lobte die beteiligten Firmen und vor allem seine Mitarbeiter, und stellte dann den regionalen Bezug seines Unternehmens in den Vordergrund. Der ist auch sichtbar in den alten Feilnbacher Fotografien, die überall im neuen Markt an den Wänden zu sehen sind. „Das sind alte Fotos mit jungen Menschen darauf“, sagte er. „Wir wären hier dankbar, wenn wir dazu den einen oder anderen Namen erfahren würden.“ Die Regionalität von Prechtl setzt sich auch im Produktsortiment fort: heimische Produkte bekommen hier meistens den Vorzug, darunter viele Waren von Erzeugern und Lieferanten aus Bad Feilnbach. Selbstverständlich vertraut Prechtl auch bei der Wahl des eingegliederten Bäckers auf den Platzhirsch: Im Markt erhalten die Kunden Backwaren von Pichler aus Bad Feilnbach. Fast überflüssig zu erwähnen, dass die meisten der über 40 Markt-Mitarbeiter aus der Gemeinde kommen. Davon übernimmt die Firma Prechtl auch fünf Angestellte von „nah und gut Glück“, dem Edeka-Markt in Bad Feilnbach, der am Mittwoch zum letzten Mal geöffnet hatte. Ein nahtloser Wechsel.

Andreas Prechtl dankte deshalb in seiner Rede der Chefin Kathrin Glück (r. mit Blumen) ausdrücklich dafür, dass sie ihr Geschäft noch einige Wochen länger als geplant offen ließ, um eine lückenlose Nahversorgung in Bad Feilnbach zu gewährleisten – zum Dank überreichte Monika Prechtl ihr einen Blumenstrauß (Foto).

Während sie nun ihren Ruhestand genießt, kommen alte und neue Kunden hier bei Prechtl in den Genuss aller Vorzüge, die ein moderner Markt mit sich bringt. Unter den rund 16.000 Produkten, die auf 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche angeboten werden, gibt es so gut wie alles, was ein Haushalt heute benötigt. Und das für jeden Geldbeutel. Von den „Gut und Günstig“-Angeboten bis hin zu edlen Delikatessen wie dem „Dry Aged Beef“ und einem großen Bio-Sortiment. Doch nicht nur an das leibliche wohl wurde gedacht. „Da es in Bad Feilnbach keinen Drogeriemarkt mehr gibt, haben wir in diesem Bereich ein überdurchschnittlich großes Angebot“, versprach Andreas Prechtl. „Das erspart unseren Kunden extra Kilometer mit dem Auto.“

Auch der Umwelt-Gedanke wird im neuen Markt großgeschrieben. So wird hier mit CO2 gekühlt, mit umweltfreundlicher Fernwärme durch Hackschnitzel geheizt und mit energiesparenden LED-Lampen beleuchtet.

Bürgermeister Anton Wallner (Foto), der den Baufortschritt in den vergangenen Monaten durch sein gegenüberliegendes Bürofenster im Rathaus quasi in Echtzeit mitverfolgen konnte, zeigte sich überglücklich über die Eröffnung des Prechtl Marktes. Er zeigte in seiner Ansprache noch einmal den langen Weg der Entstehung auf, von den ersten Gedankengängen im Gemeinderat bis hin zur Realisierung. Sein Dank ging hier auch an seinen Vorgänger Hans Hofer, der an diesem Projekt maßgeblichen Anteil hatte. Schließlich outete sich Wallner auch noch als langjähriger Edeka-Freund: „Meine Frau kauft fast nur da – jetzt freut es uns sehr, dass wir so einen Markt in unserer Ortsmitte haben.“ Als Geschenk an Andreas und Monika Prechtl überreichte er im Namen der Gemeinde einen Apfelbaum (Sorte: Roter Boskoop), um an das Wahrzeichen Bad Feilnbachs, den Apfel, zu erinnern.

Und auch Bad Feilnbachs evangelischer Pfarrer Andreas Strauß (im Foto l.), der gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Diakon Josef Jackl (r.) vom Pfarrverband Raubling dem Markt, seinen Kunden und den Mitarbeitern den Segen Gottes erteilte, zeigte sich erfreut über die Prechtl-Philosophie: „Hier gibt’s vieles aus der Region und viele Bio-Produkte – das trägt auch zum Erhalt unserer Erde bei.“

Im Anschluss an die Ansprachen und den Segen durften die Gäste dann selbst schmecken, was sie in dem neuen Prechtl-Markt erwarten dürfen: Sie wurden mit regionalen Produkten bewirtet.

Vorab eine kleine Marktschau:

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