Rosenheim: Schüler erstellen Mountainbike-Führer

Starke Idee für den Landkreis von Sport-Begeisterten des Finsterwalder-Gymnasiums

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Rosenheim/Chiemgau – Auch nach vielen Jahren hat die Faszination fürs Bergradl bei den Sportfans nicht abgenommen. Das Mountainbiken bekommt stän dig neue Liebhaber dazu. Auch in den Chiemgauer Bergen. Die Schönheit und die Herausforderungen der Bergwelt, aber auch ein zunehmendes Bewusstsein für gesunde, aktive und attraktive Natur-Erlebnisse haben ihren Anteil, dass sich immer mehr für die Sportart interessieren. Diese sportliche Leidenschaft hat eine Schüler-Projekt-Gruppe des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums von Rosenheim aufgegriffen und einen Mountainbike-Führer erstellt … 

Unterstützt wurden sie dabei von vom dort seit einigen Jahren mit großem Erfolg betriebenen Rocky Mountain Bike Park Samerberg, von der Deutschen Alpenvereinssektion Rosenheim und von der Gemeinde mit Gästeinformation Samerberg.

Das sogenannte P-Seminar Sport vom Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim (SFG) hat sich mit jungen Sportlern für das Hochriesgebiet entschieden, da die Hochries mit ihrem Sessellift und mit ihrer Kabinenbahn als der Hausberg der Rosenheimer gilt. „Die Gegend zwischen Chiemsee und Inn ist für Sportler ein besonders abwechslungsreiches Gebiet, das für aktive Leute jeden Alters ein geeignetes Gelände bietet“, so Johannes Astner als einer der federführenden Schüler.

Unterstützt wurde er von Thomas Onischke als betreuende SFG-Lehrkraft, von seinen Mitschülern Cemal Atak, Johannes Hirnböck, Leon Wördehoff, Lukas Maier, Tim Bauer, Victoria Dauter, Wiebke Tillges, Antonia Moarcas, Viktor Bruch und Jakob Schmitt sowie von Peter Brodschelm von der Firma FAHRTWIND, der als Betreiber des Samerberger Bikeparks all seine Erfahrungen in das Projekt einfließen ließ.

Ein Dutzend Touren-Vorschläge für Biker

Der Mountainbike-Führer Samerberg bietet unter anderem Touren zum Feichteck, zur Frasdorfer Hütte, rund um den Heuberg, die Mühltal-Dandlberg-Runde, ins Mühltal, zur Käseralm mit Frasdorfer Runde und zum Dandlberg. Allgemeine Hinweise dienen dem guten Auskommen von Fußgängern und weiteren Straßen- und Weg-Benutzern, der Rücksicht auf schwächere Mountainbiker, die Rücksicht auf die Natur und auf den Weidebetrieb. Auch auf das Verhalten bei Unfällen wird in der neuen Broschüre eingegangen.

Vorschlag I: Feichtecktour

Eckdaten: Strecke 6,5 km, Höhenmeter 617 m, Zeit: ca. 120 Minuten

Vom Startpunkt Spatenauparkplatz lautet die Wegbeschreibung für die Feichtecktour:  Vom Parkplatz aus der Straße Richtung Duftbräu folgen. Die nächste Abbiegung links nehmen und den Weg bergauf befahren. Bei der nächsten Abzweigung auf dem Hauptweg halten und das Haus links passieren. Den folgenden Parkplatz gerade überqueren und Richtung Wagneralm weiterfahren (alternativ kann auch hier geparkt werden, falls der untere Parkplatz voll sein sollte). Rechts auf dem Hauptweg halten und erst zu Beginn der Lichtung dem Weg auf der linken Seite bergauf folgen.

An den nächsten beiden Abzweigungen wieder rechts orientieren und erst danach scharf links abbiegen. Erneut auf dem Hauptweg bleiben und am Ende der darauffolgenden Lichtung auf der rechten Seite des großen Baumstumpfes in den Wald fahren. Nach dem Passieren der beiden Almen gelangt man wieder in den Wald und muss an der nächsten Abbiegung scharf links abbiegen, um kurz darauf zur Feichteckalm zu gelangen.

Zu jeder Tour: „Unsere Meinung“

Zu allen Touren geben die Verfasser noch ihre persönlichen Eindrücke wieder. Zur Feichteckalm wie folgt: „Die Feichteckalm eignet sich besonders gut, um in eine größer angelegte Mountainbikerunde rund um den Samerberg eingebaut zu werden, da sie sehr zentral liegt und man gut zur Käseralm und zur Frasdorfer Hütte weiterfahren kann. Doch auch für die gemütliche Abendtour ist die Route bestens geeignet, durch die geringe Länge und ihre technische Einfachheit.

Nach der Fahrt lohnt es sich besonders im Duftbräu einzukehren und sich ein wenig zu erholen. Die Strecke ist teilweise etwas steiler, weshalb eine gewisse Grundausdauer vorhanden sein sollte. Die Tour ist sowohl für sportliche Einsteiger als auf für fortgeschrittene Fahrer geeignet. Ergänzt werden die Touren-Informationen mit einer eigenen Karte, diese wieder gibt Strecken-, Höhenmeter-, Konditionsbedarfs-, Technik- und Zeit-Informationen“.

Vorschlag II – Die Käseralm-Frasdorfer-Runde

Eckdaten: Strecke 20 km, Höhenmeter 637, Zeit: 120 Minuten

Startpunkt: Parkplatz Grainbach

Vom Parkplatz Grainbach aus den Schildern über den Hauptweg zur Käseralm folgen. Bei der Käseralm links auf den Weg fahren, dann auf dem Hauptweg bleiben und an der Kräuterwiese rechts abbiegen. Auf der rechten Seite den durch ein Holzschild gekennzeichneten Fußpfad durch den Wald bergab nehmen. Bei dem Forstweg rechts halten und den Bach überqueren.

Über das Feld auf den Hauptweg fahren und dort rechts abbiegen. Der Straße bis zur Frasdorfer Hütte folgen. Bei der Alm rechts auf den Kiesweg fahren und rechts halten. Dem Hauptweg folgen und im Wald rechts abzweigen. Auf diesem Weg bleiben und den Parkplatz überqueren. In nächsten T-Kreuzung rechts abbiegen. Dann der Straße durch Grainbach bis zum Parkplatz folgen.

Die Meinung zur Grainbach-Frasdorf-Tour

Vor allem sehr erfahrene Mountainbiker werden auf dieser Runde Spaß haben. Die Käseralm-Frasdorfer-Runde ist eine überaus anspruchsvolle Strecke, die in Grainbach beginnt und nach Frasdorf führt. Neben der langen Fahrt gibt es noch weitere Schwierigkeiten: das Fahrrad muss z. B. gut beherrscht werden, um den Fußweg zur Frasdorfer-Hütte zu meistern.

Außerdem sollte eine gute Kondition vorhanden sein, um die langen und steilen Strecken zu bewältigen. Der Weg zurück zum Parkplatz führt möglichst direkt über eine in der Regel schwach befahrene Landstraße. Dadurch, dass diese ungeschützt ist empfehlen wir, die Tour für den Mittag anzusetzen, um im Schatten nach Frasdorf und erst am späten Nachmittag zurück nach Grainbach zu gelangen.

Erhältlich ist der Mountainbikeführer Samerberg zum Preis von drei Euro bei der Gäste-Information Samerberg, Telefon 08032-8606 sowie bei Johannes Astner per mail astnerjohannes@gmail.com.

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