Bad Aibling: Und wieder das Lichtspielhaus

Bürgerbegehren soll geplante Baumaßnahme stoppen - nicht höher als drei Geschosse

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Bad Aibling – Wer gedacht hat, dass das Thema „ehemaliges Lichtspielhaus“ mit dem Stadtratsbeschluss vom 17. Mai vom Tisch wäre, hat sich getäuscht. Denn Max Regensburger, Constanze Geyer und Heinz Hilger, allesamt Gegner des geplanten neuen Gebäudes, haben nun ein Bürgerbegehren ins Leben gerufen. Alle Aiblinger, die der gleichen Meinung sind, sollen hier ihre Unterschrift abgeben, damit das Bauvorhaben quasi in letzter Minute gestoppt werden kann. 

Der Inhalt des Bürgerbegehrens:
Für besagtes Baugebiet (Marienplatz 4 sowie die Kirchzeile West Hausnummer 1 und darüber hinaus für Kirchzeile 3 – 13 (15)) soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, dabei darf eine Höhenentwicklung von drei Vollgeschossen nicht überschritten werden. Zur Sicherung der Planung ist eine Veränderungssperre zu erlassen.

Die Begründung der Initiatoren:
„Das Ergebnis des Wettbewerbs für Marienplatz 4 und Kirchzeile 1 hat deutlich gezeigt, dass die Höhenvorgaben 4 Geschosse und Dachgeschoß an dieser sensiblen Stelle gegenüber den kleinräumigen Gebäuden der Kirchzeile Ost mit einer Reihe geschützter Einzeldenkmäler und Ensembleschutz, jeglichen Rahmen sprengen und  einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Stadtoptik darstellen und deshalb nicht tragbar ist.“

Damit das Bürgerbegehren zustandegkommt, braucht es mindestens neun Prozent der Wahlberechtigte, die sich hier mit ihrer Unterschrift eintragen können. Listen dazu liegen in mehreren Geschäften in der Innenstadt von Bad Aibling aus. Max Regensburger stellt hierzu noch einmal klar: „Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, ich habe gegen niemand der Bauträger irgend etwas. Wir denken nur, dass ein derart überdimensionierter Profanbau an dieser Stelle fehl am Platz ist. Das Rathaus, egal was man davon halten mag, soll das prägende Gebäude im Stadtbild bleiben. Und auch die Sparkasse daneben ist im Gegensatz zum geplanten Neubau ein öffentliches Gebäude. Wir denken, dass dieser Klotz den Rahmen der bisherigen Bebauung sprengt und auch die vorhandene kleinräumige Qualität der  Kirchzeile empfindlich stören würde.“

Der Wunsch der Initaitoren:
Festsetzung eines Bebauungsplanes im Stadtrat mit der Begrenzung auf die geforderten maximal drei Vollgeschosse – und zwar nicht nur an dieser Stelle, sondern auch im weiteren Verlauf der Kirchzeile.

Jetzt bleibt die spannende Frage: Wie sehen die anderen wahlberechtigten Bürger der Stadt die Lage? Die kommenden Wochen und Monate werden es zeigen.

 

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