Rosenheim: Starke Start-Ups und rasante Digitalisierung

Staatsministerin Dorothee Bär und MdB Ludwig im Stellwerk 18

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Rosenheim – Eine Staatsministerin, die bei der Digitalisierung Gas gibt, Start-Ups, die wirklich durchstarten, und ein Gründerzentrum mit Technik vom Feinsten – das „Pre-Opening“ im Stellwerk 18 wurde zum gelebten Beweis dafür, dass die Stadt Rosenheim in der Digitalisierung sehr erfolgreich ist. Staatsministerin Dorothee Bär und die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig machten sich bei einem Besuch der Baustelle am Bahnhof Nord selbst ein Bild davon.

Foto: Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl, MdL Klaus Stöttner, MdB Daniela Ludwig, Staatsministerin Dorothee Bär, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Helmut Hundhammer als Vertreter des Vorstands Stellwerk 18 – digitale Wirtschaft Südostoberbayern und Alfons Maierthaler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling (v.l.)

Einen Monat vor der offiziellen Eröffnung konnte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nur Positives berichten: „Drei Viertel der Büros sind belegt, wir haben hier die beste W-Lan-Ausleuchtung und ein hochwertiges Rechenzentrum.“ Das kommunale Tochterunternehmen Komro stelle eines der leistungsstärksten Breitbandnetze in Deutschland zur Verfügung.

„Wir machen Rosenheim zu einem starken Teil der digitalen Welt“, betonte auch Daniela Ludwig. „Wir sind stolz auf dieses Gründerzentrum. Wir brauchen die Start-Ups für den digitalen Wandel.“ Staatsministerin Dorothee Bär sei die „gelebte Digitalisierung“ und drücke kräftig aufs Tempo.

Die Ministerin wollte selbst keine lange Rede halten, sondern suchte das Gespräch mit den Gründern. Moderator Thomas Bugl, Wirtschaftsdezernent der Stadt und einer der beiden Geschäftsführer im Stellwerk 18, hatte die Jungunternehmer bestens auf den prominenten Besuch vorbereitet. Sie berichteten von ihren Erfolgen und Startschwierigkeiten, von innovativen digitalen Produkten und ihrer großen Vorfreude, endlich in die modernen Büros einziehen zu können. Auffallend dabei: Der Fachkräftemangel beschäftigt auch die Jungunternehmer in der digitalen Welt. An der Berufsschule in Rosenheim gebe es keine Ausbildung zum Fachinformatiker, kritisierten einige. „Die nächste Möglichkeit ist in Traunstein oder München. Wir brauchen diese Ausbildung aber hier, um qualifiziertes Personal zu finden“, sagte Martin Angermeier, der mit seinem Start-Up Unternehmen von Anfang an im Stellwerk 18 dabei ist.

Die Bayerische Staatsregierung fördert das Gründerzentrum mit insgesamt bis zu 3,3 Millionen Euro sowie die zugehörigen Netzwerkaktivitäten nochmals mit bis zu 1,25 Mio. Euro. Ziel sei es, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und zu erhalten, sagte der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner. Unternehmer Anton Kathrein, Vorsitzender des Berufsverbandes Stellwerk 18 – Digitale Wirtschaft Südostoberbayern e.V. hob den Mehrwert des Gründerzentrums für die gesamte Region hervor. „Wenn die Arbeitsplätze in Rosenheim bleiben, profitieren Stadt und Landkreis davon. Ein wichtiger Aspekt ist auch der Netzwerkcharakter. Die Jungunternehmer sollen sich mit möglichen Auftraggebern, den Hochschulen und anderen Organisationen verbinden.“

Ministerin Dorothee Bär bezeichnete die Digitalisierung als große Chance für alle. „Mit diesem Gründerzentrum zeigt Rosenheim, dass die Menschen nicht nach Berlin ziehen müssen, um Wachstum und Wohlstand zu erleben. Vieles ist besser hier: die Menschen haben eine schöne Heimat, es gibt Kindergartenplätze und die Lebenshaltungskosten sind nicht so hoch wie in Großstädten.“ Digitalisierung Made in Germany sei im Übrigen auch besser als in den USA oder China. Die Chinesen seien schneller, aber auf Kosten von Freiheit und Demokratie. In den USA würden Gründer mit guten Ideen umgehend von großen Unternehmen aufgekauft. „Das heißt in China steht der Staat im Mittelpunkt, in den USA stehen die großen Konzerne im Mittelpunkt, und ich sage für uns: In Deutschland steht der Mensch im Mittelpunkt.“

 

 

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