Bad Aibling: Keine Insektenvernichter im Freien

Bund Naturschutz appelliert an Bürger - Artenvielfalt wird dadurch sinnlos Schaden zugefügt

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Bad Aibling – Sommerzeit, Insektenzeit. Was in vielen Wohnungen richtig nervt, finden manche Menschen auch outdoor lästig. Deshalb versuchen sie auch draußen, den Tieren den Garaus zu machen. Das passiert so oft, dass jetzt beim Bund Naturschutz in Bad Aibling Anrufe von besorgten Bürgern eingingen, die miterleben, wie in der Nachbarschaft Insekten von Insektenvernichtern regelrecht gegrillt werden. Der Bund Naturschutz bittet deshalb eindringlich, diese Geräte nicht im Freien, auf Terrassen und in Gärten, aufzustellen.

Die Verantwortlichen sagen dazu: „Wir erleben schon seit Jahren ein dramatisches Insektensterben, das sich in vielerlei Hinsicht auf Mensch und Natur katastrophal auswirkt.

Jedem, der Insektenvernichter im Freien aufstellt sollte klar sein, dass damit der Insektenwelt insgesamt, der bedrohten Artenvielfalt und der Nahrungsgrundlage von Fledermäusen und Vögeln sinnlos Schaden zugefügt wird.

Am wenigsten sind es nämlich die Stechmücken, die durch die Geräte getötet werden. Stechmücken reagieren vor allem auf Kohlendioxid und Wasserdampf in der Atemluft von Säugetieren.

In die Fallen gehen z. B. auch die wunderschönen nachtaktiven Schwärmer wie Taubenschwänzchen oder Weinschwärmer.“

 

Übrigens: Der Gebrauch elektrischer Insektenvernichter im Freien ist verboten. Das „Anlocken, Fangen und Töten von besonders geschützten Tieren mit künstlichen Lichtquellen oder elektronischen Geräten“ ist nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit § 4 Bundesartenschutzverordnung nicht gestattet.

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