Bad Aibling: Unterschiede überbrücken

Kreis Migration zu Gast im Gymnasium - „Difference Day" zeigt Unterschiede der Kulturen auf

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Bad Aibling – Im Rahmen der Finaltage des Gymnasiums Bad Aibling wurde der Kreis Migration dazu eingeladen das Programm der 6. Klassen mitzugestalten. Unter dem Motto „difference day“ entwaren Britta Ryan, Martina Willke und Jörg Willke vom Team Musik und Kultureinen Workshop der am 24. und 25. Juli in Zusammenarbeit mit Georg Lechner  vom Gymnasium mit großem Erfolg durchgeführt wurde.

Von Seiten der Neubürger nahmen Aloui Sowe, Festus Osawe, und Femi Oluwalonigba mit wertvollen Beiträgen unterstützend teil.

Die Themen waren folgende:

Unterschiedlichkeit

Zu Beginn des Workshops wurde das Thema Unterschiedlichkeit anhand der einfachen Aktion des Begrüßens praktisch erlebbar gemacht. Alle Teilnehmer erhielten unterschiedliche Arbeitsaufträge, wie „Hände schütteln“, „Umarmen“ oder „Kein Körperkontakt“.

Mit diesen Aufträgen sollten sie im Raum umhergehen und jeden so begrüßen. Schnell wurde klar, dass manches nicht zusammenpasst.

Den Kindern wurde bewusst, dass eigene Bedürfnisse und kulturelle Regeln nicht immer in Einklang zu bringen sind.

So entsteht schnell das Gefühl von Fremdheit und Unsicherheit.

 

Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeiten

In einem nächsten Schritt erlebten die Kinder, dass es bei uns allen sowohl viele Gemeinsamkeiten gibt als auch viele Unterschiede.

Denn Einstellungen und Vorlieben wie „Ich bin glücklich“, „Ich liebe Sport“, „Ich mache Musik“, „Ich dusche manchmal eine halbe Stunde lang“, „Ich bin Vegetarier“ bis hin zu „Ich bin glücklich, wenn andere glücklich sind“ machen unsere Individualität aus.

 

Gemeinsamkeit

Gemeinsam mit allen Teilnehmern wurde das Thema Glück untersucht. Hierbei wurden zwei große Teilbereiche des Glückserlebens herausgearbeitet.

Einmal das schnelle und kurzfristige Wohlfühlglück (Eis essen, Tanzen, etwas mit Freunden unternehmen usw.) und einmal das beständige, starke Werteglück (Familie, Gesundheit, Sicherheit usw.). Anhand dieser einzelnen Begriffe wurden die Teilnehmer aufgefordert sich näher damit zu beschäftigen und sich auf einer Zustimmungsskala von 0 – 100 Prozent zu platzieren.

Rasch wurde deutlich, dass sich alle Teilnehmer (Schüler und Neubürger) bei dem schnellen Wohlfühlglück stark unterschieden, jedoch bei dem stabilen Werteglück sehr klar dieselben grundlegenden Werte haben.

 

Dankbarkeit

Anhand einer Glücksgleichung wurde den Teilnehmern vermittelt, dass jeder Mensch in seinem Alltag für sein Glück selbst verantwortlich ist. Jeder kann trotz genetischer Veranlagung und seines Lebensumfeldes selbst bestimmen, wie er sich fühlt, was er aus einer Situation macht und ob er sich anderen anschließt.

In Kleingruppen erlebten die Kinder, wie viele Dinge es um uns herum gibt die wunderbar sind. So Vieles, das zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Auf einer Karte konnten die Teilnehmer die wichtigsten Dinge festhalten, für die sie ganz besonders dankbar sind.

 

Dilemma im Alltag

Da unser Leben oft Herausforderungen an uns stellt, die Entscheidungen nötig machen, beschäftigten sich die Kinder gemeinsam mit den Neubürgern damit, welche Dilemmata im Alltag entstehen.

Sie erörterten im gemeinsamen Diskurs Fragen, wie „Ist es einfacher gemein zu sein, oder ist es einfacher freundlich zu sein?“, oder „Fragen wie „Ist es schöner etwas zu verschenken oder schöner ein Geschenk zu bekommen?“, bis hin zu der Frage „Würdest Du lieber das tun was alle tun, oder lieber das für dich Richtige, auch wenn Du dann vielleicht allein dastehst?“ Sehr inspirierend waren hier die Ansichten unserer Neubürger, die mit ihren Beiträgen die Kinder und auch die Gruppenleiter sehr berührten.

 

Freundlichkeit

Zum Abschluss des Workshops sangen alle gemeinsamen das Abschlusslied „Kumbaya“, welches mit Gitarre und Trommeln begleitet wurde. Jeder Teilnehmer bekam zum Schluss den Auftrag, mit einer „freundlichen Tat für einen Mitmenschen“ etwas Glück in die Welt zu tragen.

 

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