Innenminister Herrmann in Oberaudorf

MdL Otto Lederer hatte zum Gespräch mit der Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden geladen

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Oberaudorf – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nun kürzlich die neue Bergrettungswache in Oberaudorf besucht. Er kam auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Otto Lederer. Nach einer Besichtigung der Räumlichkeiten schloss sich ein Fachgespräch mit Vertretern der Bergwacht Bayern an.

Neue Halle mit viel Eigenleistung gebaut:
Die Halle mit ihrer derzeitigen Material- und Fahrzeugausstattung ist auf dem neuesten Stand: „Dies ist im deutschlandweiten Vergleich der Bundesländer einmalig“, weiß Herrmann. Doch: „Das ganze Geld bringt nichts, wenn es ihren Einsatz nicht geben würde“, so Herrmann weiter. Denn die Halle wurde mit über der Hälfte Eigenkapital (von insgesamt rund 600.000 Euro Baukosten) der Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden sowie 3.000 Arbeitsstunden in Eigenleistung gestemmt. Dass dies nicht selbstverständlich ist, weiß auch Otto Lederer: „Unsere Ehrenamtlichen übernehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben und stehen freiwillig für ihre Mitmenschen ein. Was dies bedeutet weiß jeder, der in einem Verein aktiv ist.“ Vor diesem Hintergrund gelte der Dank allen Aktiven, nicht nur bei der Bergwacht.

 

Lob für BOS-Digitalfunk:
Lob gab es aber nicht nur für die Ehrenamtlichen, auch für Innenminister Herrmann. „Der neue BOS-Digitalfunk bringt uns Erleichterungen bei der Koordinierung der Einsatzkräfte“, erklärt Otto Möslang, Landesleiter der Bergwacht Bayern. Vor diesem Hintergrund sei die Bergwacht Bayern sehr froh, dass dieses Projekt umgesetzt wurde.

Weitere Rettungshubschrauber benötigt:
Weniger zufrieden zeigten sich die Einsatzkräfte mit der Verlegung des Bundeswehr/SAR-Kommandos von Penzing im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech nach Niederstetten im Nordosten von Baden-Württemberg. Dies hinterlasse laut Bergwacht eine Lücke, vor allem bei Sucheinsätzen und Nachtflügen im Gebirge. Auf Bitte von Otto Möslang wird Innenminister Herrmann deshalb um Prüfung einer Ansiedlung einer Rettungshubschrauberstaffel in Altenstadt im Landkreis Weilheim-Schongau bitten. Dadurch wäre dieser im Ernstfall schneller im Einsatzgebiet der Bergwacht Region Hochland.

 

Derzeitige Möglichkeit für Flugtraining nicht ausreichend:
Eine weitere Anregung aus dem Kreis der Bergwachtvertreter kam auch zum Thema Flugtraining. So habe die Bergwacht Bayern in den letzten Jahren deutliche Einschnitte durch die Betreiber bei der Bereitstellung und Durchführung von Echtflugkontingenten für Übungen akzeptieren müssen. Während zum Beispiel von einem großen deutschlandweit bekannten Betreiber früher zweimal im Jahr ein Flugtraining für je eine Woche angeboten wurde, ist dies mittlerweile nur noch eine Woche pro Jahr. Dies sei jedoch in Hinblick auf die Ausbildung der Bergwachtmitglieder, die auch eine gewisse Routine benötigt, nicht förderlich, so Heiner Brunner, Regionalleiter der Bergwacht Region Hochland. Der Landtagsabgeordnete Otto Lederer sicherte zu, diesbezüglich ein Gespräch mit den entsprechenden Stellen zu führen.

Foto: Otto Lederer, Joachim Herrmann, Sebastian Friesinger (v.l.)

An der Besichtigung und dem Fachgespräch nahmen unter anderem der Landesleiter der Bergwacht Bayern Otto Möslang, Regionalleiter der Bergwacht Region Hochland Heiner Brunner, Andreas Menzinger, zuständig für die Bergwachten im BRK-Kreisverband Rosenheim sowie Bereitschaftsleiter der Bergwacht Oberaudorf Markus Anker teil. Von politischer Seite her wurde das Gespräch durch Oberaudorfs stv. Bürgermeister Alois Holzmaier, Kiefersfeldens Bürgermeister Hajo Gruber und Bezirksrat Sebastian Friesinger ergänzt.

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