Katastrophenfall ausgerufen

Schwierige Brandlöschung in Kiefersfelden - Ramsauer Alm vom Feuer bedroht

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Aufgrund des Waldbrands im Gemeindegebiet von Kiefersfelden (wir berichteten) hat der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim, Josef Huber, gegen 17.30 Uhr den Katastrophenfall erklärt. Er nannte zwei Gründe für diese Entscheidung: Zum einen handelt es sich um ein koordinierungsbedürftiges Schadensereignis, da hier verschiedenste Einsatzkräfte unterwegs sind. Zum anderen gibt es eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes, dass starke Sturmböen zu erwarten sind.    

Der Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden kann nur aus der Luft bekämpft werden. Das Gelände ist so steil und die Winde so unberechenbar, dass Einsatzkräfte nicht in die Nähe des Brandherds eingesetzt werden können. Sie haben sich über die einzig mögliche Straße dem Feuer genähert und positioniert, um ein Übergreifen der Flammen auf die Ramsauer Alm zu verhindern. Die Personen, die sich auf der Alm aufhielten, wurden evakuiert.

Die Größe des Brandherds kann wegen der schwierigen Verhältnisse vor Ort und der Rauchentwicklung nur geschätzt werden. Die Fläche soll demnach 200 Meter Mal 300 Meter betragen.

Derzeit sind vier Hubschrauber der Bayerischen Landespolizei, einer der Bundespolizei, einer des privaten Rettungsdienstes MHW und einer aus Tirol im Einsatz. Zwei weitere Maschinen aus Tirol sind im Anflug. Die Hubschrauber werden im Bereich Mühlau mit Wasser und Kerosin versorgt.

Aktuell sind rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Bergwacht im Einsatzgebiet tätig. Zur Versorgung der Hubschrauber sind weitere Flughelfer aus Bad Tölz angefordert. Vor Ort ist auch Wasserburgs Kreisbrandinspektor Georg Wimmer. Einsatzkräfte aus dem Altlandkreis wurden bisher noch nicht angefordert.

 

UPDATE: 18.45 Uhr

Flammen breiten sich aus

Der Waldbrand in der Gemeinde Kiefersfelden ist nicht unter Kontrolle. Angefacht von einem böigen Wind breiten sich die Flammen weiter aus.

Derzeit sind acht Hubschrauber im Einsatz, ein neunter ist im Anflug. Die angeforderten Flughelfer aus Bad Tölz sind im Start- und Landegebiet der Hubschrauber in Mühlau eingetroffen und unterstützen die Flughelfer aus dem Landkreis Rosenheim.

Die Hubschrauber bringen mit so genannten Außenlastbehältern Löschwasser in den Bereich des brennenden Bergwaldes. Sie haben ein Fassungsvermögen von 900 Litern, 1.000 Litern, 1.500 Litern und 4.000 Litern.

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