„Italienische Baumeister in Bruckmühl“

Führungen durch das Ortszentrum am kommenden Sonntag beim „Tag des offenen Denkmals“

image_pdfimage_print

Bruckmühl – Seit 25 Jahren gibt es sie nun schon, die Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Dieses Jahr findet eine Veranstaltung dazu auch in Bruckmühl statt. Am Sonntag, 9. September, um 14.00 und um 16.00 Uhr werden Kreisheimatpfleger Hans Michael Stratbücker, der Archivar der Gemeinde, Helmut Giese und Altbürgermeister Franz Heinritzi auf den Spuren italienischer Baumeister Führungen durch das Ortszentrum von Bruckmühl anbieten.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Bruckmühl einige besonders markante Bauwerke. Auch wenn man nicht mehr sehr viel über das Wirken der italienischen Baumeister in Bruckmühl weiß, sind ihre Spuren noch deutlich sichtbar. Belegt ist, dass um 1880 mindestens zwei von ihnen nach Bruckmühl kamen. Mit Hilfe zahlreicher italienischer Gastarbeiter erledigten sie Bauaufträge für aufwendige Privathäuser. Der bekannteste von ihnen ist Peter Missoni, der das Baugeschäft „Franz und Missoni“ von seinem Vater Antonio Missoni übernommen hatte. Dieses Baugeschäft zeichnete 1903 für den Bau der sogenannten „Thurmair-Villa“ (Foto oben) verantwortlich, die wunderbar restauriert an der Kirchdorfer Straße schon von weitem zu sehen ist.

Ebenfalls an der Kirchdorfer Straße gelegen kündet auch die  „Gärtnerei“ von der hohen Baukunst vergangener Zeiten. Nicht weit davon entfernt befinden sich das „Pfarrhaus“ im heutigen Pfarrweg und das „Kloster“ an der Sonnenwiechser Straße, Der Name „Kloster“ geht darauf zurück, dass dort ab 1919 Jahrzehnte lang die „Armen Schulschwestern“ lebten, die sich in der Schule und im Krankenhaus von Bruckmühl segensreich einbrachten. Ursprünglich erbaut hatte Peter Missoni das Gebäude als Wohnhaus für sich und seine Familie. Eines der ersten Bruckmühler „Italiener-Häuser“ war das „Dorrer-Haus“, ebenfalls an der Sonnenwiechser Straße gelegen. Welcher italienische Baumeister es geschaffen hat, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Es könnte sich um Antonio Missoni gehandelt haben oder um einen anderen italienischen Baumeister namens Ruggiero.

Heute ist in diesem Gebäude die „Galerie Markt Bruckmühl“ (Foto) zuhause. Sie ist am 9. September Ausgangspunkt der Führungen, die historische Schätze auch in der Gegenwart sichtbar machen wollen. Zwischen den Führungen wird Galerie-Mitarbeiterin Melanie Rutsch in der Galerie Markt Bruckmühl bei Kaffee und Kuchen ab etwa 15. 45 Uhr Aspekte der Architektur der Häuser näher vorstellen. Seien Sie dabei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren